Widder- und Zuchtschafmarkt Sargans: Rassenvielfalt und Zuchtqualität

Am 111. Ostschweizer Widder- und Zuchtschafmarkt 2025 in Sargans wurden 483 Tiere aus elf Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein aufgeführt. Die Tiere wurden von sieben Experten nach aktuellen Zuchtleitlinien in 98 Abteilungen benotet. Sie hinterliessen einen guten Eindruck.

Die Experten begutachten die präsentierten Tiere genau und kürten die schönsten Rassentiere.
Die Experten begutachten die präsentierten Tiere genau und kürten die schönsten Rassentiere.

Der Ostschweizer Widder- und Zuchtschafmarkt ist im Herbst in der Schweiz einer der grössten Märkte und hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1913 zurückreicht. Die Veranstaltung war ursprünglich ein Teil des populären Stierenmarkts in Rapperswil und findet seither nach der Rückkehr der Tiere von den Alpen Ende September als bedeutender nationaler Markt in Sargans statt.

Genaue Gesundheitskontrollen

Eines hat sich in den letzten Jahren verändert: Die strikte Durchsetzung der Bestimmungen, dass nur Tiere aus absolut gesunden Beständen zugelassen werden. So wurde bei der Auffuhr am Samstagmorgen eine pingelig genaue Eintrittskontrolle von der Tierarztpraxis Kreuzberg aus Gams vorgenommen. Zudem wurden nur Schafe und Widder aus Moderhinke-freien Beständen zugelassen. Mit Dokumenten von der Tierdatenbank musste dieser Umstand belegt werden. Der vor Ort erschienene Leiter Herdebuch beim Schweizerischen Schafzuchtverband (SSZV), Silvio Guarneri, zeigte sich hocherfreut über die angetroffene Auffuhrqualität.

An der 111. Paarhuferschau wurden 483 Widder und Schafe aufgeführt, in 98 Abteilungen bewertet und eingestellt und 15 Rassensieger im Sägemehlring gemeinsam von den Schaurichtern gekürt. Das waren heuer einige Tiere mehr als noch in den Vorjahren. Die Schaurichter und weitere Fachkräfte waren der Meinung, dass die Schafzuchthaltung in nächster Zeit an Stellenwert dazugewinnen werde.

Nach der Beurteilung der aufgeführten Schafe am Samstagmorgen stand fest, dass auch im Jahr 2025 Tiere von allerhöchster Qualität die Augen der Besucher erfreuen würden. Nach dem Mittag wurde die Ausstellung für die Öffentlichkeit freigegeben. Von den fast 500 angemeldeten Tieren stammte der Hauptteil aus der Ostschweiz und dem angrenzenden Fürstentum Liechtenstein.

Beliebte Rassen

Besonders beliebt ist in der Schweiz das Weisse Alpenschaf, was durch die hohe Auffuhrzahl in der Markthalle School Sargans belegt wurde. Viele Züchter aus dem Sarganserland und Werdenberg setzten auch auf das Braunköpfige Fleischschaf (BFS), weshalb die St. Galler und Liechtensteiner Züchter in vielen Kategorien dominierten. Nach zahlreichen Abteilungssiegen fanden am frühen Samstagabend die Höhepunkte der Veranstaltung statt. Mittels Spezialwettbewerben wurden die Sieger der Rassen Weisses Alpenschaf, Braunköpfiges Fleischschaf, Texel, Nolana, Suffolk, Dorper, Shropshire, Walliser Schwarznasenschaf und Schwarzbraunes Bergschaf (eruiert. Auf Krönungen von Tagessiegern über alle Rassen wurde bewusst verzichtet. Für jede der 15 Nominationen von Widdern und Schafen standen gleich sieben Schafexperten aus dem deutschsprachigen Raum im Sägemehlring, und ein jeder kritzelte die Favoritin oder den Favoriten auf den Zettel.

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