Die schönsten Tiere des Linthgebiets und Miss See-Gaster Yule Yarel
Zum 8. Mal fand die Regionalschau See und Gaster statt. Die Ausstellung in der Linthebene vereint die schönsten Brown-Swiss- und Original-Braunvieh-Tiere sowie die prächtigsten Ziegen und Schafe aus der Region.

Eine Vielfalt an Tieren und Leuten traf sich am vergangenen Samstag, 21. März 2026, auf dem Gebiet der Rietsportanlage in Benken. Die Auffuhr begann bereits um 8 Uhr. Die Rangierungen der Kühe und Ziegen starteten um 9.30 Uhr. Rangiert wurden dabei insgesamt 37 Abteilungen bei den rund 300 Kühen und Rindern sowie zehn Abteilungen der rund 40 Ziegen. Die rund 100 Schafe kamen nicht in den Ring, hier wurde eine Punktierung durchgeführt.
Die Regionalschau findet alle acht Jahre statt. Auf die Frage, was die Schau dieses Jahr speziell mache, meinte Hubert Kühne, Präsident des Organisationskomitees (OK): «Dass die Einteilung der Kühe nach der Milchleistung im Reglement verankert wurde.» Dem Goldinger Landwirt war es ein grosses Anliegen, dass bei Schauen jene Kuh gefördert wird, die auch im heimischen Stall die beste und wirtschaftlichste ist. So waren die Kühe nach ihrer Milchleistung, Leistungspunkten und Betriebsdurchschnitt im Katalog aufgeführt. Damit konnten die beiden Richter aus Deutschland und Österreich auf Anhieb erkennen, welche Leistung jede Kuh bisher erbracht hatte.
Beide Experten waren bereits mehrmals in internationalen Ringen sowie in der Schweiz unterwegs. Der Allgäuer Richter Michael Lang richtete beispielsweise das Pizol Open 2025; der Tiroler Richter Gerold Riedl an der Tier & Technik in St. Gallen 2025. Für beide Richter war klar, dass die Schweiz die grösste und stärkste Population an Brown-Swiss- und Original-Braunvieh-Tieren hat. Für jeden Richter ist es ein Ziel, einmal in der Schweiz richten zu dürfen. Umso mehr freuten sie sich, dass sie an die diesjährige Regionalschau See und Gaster eingeladen wurden. «Eine Schau auf nationalem Niveau», sagte der Richter aus dem Allgäu. Sein Tiroler Kollege stimmte ihm zu. Unterstützt wurden beide von ihren Ringmen Michael Ziegler sowie Maximilian Bacher.

OB-Champion und Miss
Am Nachmittag gegen 15 Uhr wurden die Champions der Rassen Original Braunvieh beziehungsweise rückgekreuztes Original Braunvieh (ROB) und Brown Swiss (BS) gewählt. Rinder-Champion von OB/ROB und BS wurde das Tier Cavral Enea von Ivo Büsser-Alder aus Goldingen. Der Titel OB/ROB-Champion ging nach Eschenbach an die Kuh Donald Wilma von Tobias Krieg. Einen besonderen Ansporn gab es für Michael Lieberherr, OK-Präsident der in der Region jährlich stattfindenden Rinder- und Erstmelkschau. Der Ernetschwiler holte gleich zwei Titel: Jungkuhchampion BS mit seinem Tier Hank Heaven sowie Miss See Gaster Yule Yarel. Yule Yarel siegte dabei vor der letztjährigen Miss See und Gaster Superstar Sambia von Hubert Kühne aus Goldingen und der Dritten Pete Alenka von Roman Schirmer aus Goldingen. Im Rahmen der Regionalschau wurden neben den Champions auch die Titel Schöneuter, Miss Genetik, Miss Protein, Zell Star und Service-Periode sowie Lebensleistung vergeben (siehe Rangliste via Link am Textende).
Schafschau und Ziegen-Miss
Bei den Schafen fand die Punktierung durch den Experten Ernst Bühler aus Muolen ausserhalb des Rings statt. Auf eine Rangierung wurde hier verzichtet, da pro Rasse Weisses Alpenschaf, Suffolk und Walliser Schwarznasenschaf nur ein Besitzer an der Regionalschau mit dabei war. Bei den Ziegen wurden Toggenburger und Gämsfarbige Gebirgsziegen in zwei Abteilungen gerichtet, bei allen anderen Rassen jeweils eine Abteilung. Bei der Miss-Wahl durften dann alle Erstgewählten der Rassen Toggenburger, Gämsfarbige Gebirgsziegen, Bündner Strahlenziegen, Walliser Schwarzhalsziegen, Capra Sempione, Nera Verzasca, Saanenziege und Grünochte in den Ring. Die Rangierung führte Kurt Meile aus Dreien durch. Den Titel Schöneuter der älteren Ziegen holte die Toggenburger Ziege Nadin von Urs Widmer aus Ricken; den Titel Schöneuter der jüngeren sowie Miss See und Gaster gewann Rana von Martina Elmer aus Rüeterswil.

Verschiedene Schauplätze
Die Regionalschau machte ihrem Namen aller Ehren. Ob draussen oder im Ring, an den Marktständen, am Buffet der Bäuerinnen, an der Bar in der Schnitzhütte, im Bereich der Schafe und Ziegen oder in der Hüpfburg, Auswahl gab es an dem Tag genug, wo man sich verweilen konnte. Nach der Abfuhr der Tiere, dem Aufräumen und Saubermachen war die Bühne frei für eine freudige Abendunterhaltung. Zu den Klängen des Ländlertrios Augenschmaus und dem Chällerfon schwang so manch einer das Tanzbein; Jung und Alt genoss, umsorgt von den Benkner Bäuerinnen, gemütliche Stunden bis in den späten Abend an der Regionalschau See und Gaster.
Vollständige Rangliste einsehen unter dem Link hier.
