Die Olma-Braunviehauktion hat Tradition
Die Kühe zeigten sich an der Olma von ihrer besten Seite: An der Braunviehauktion 2025 vom 16. Oktober wurden 32 Tiere versteigert. Der Durchschnittspreis, welcher gut 500 Franken höher ausfiel als im Vorjahr, lag bei 4303 Franken.

Der Besuch der Braunviehauktion an der Olma hat für viele Tradition: Sei es als Besucher, Aussteller, Bieterin oder Bieter. Das Zuschauerinteresse an diesem Donnerstag, 16. Oktober 2025, war gross. Viel Fachpublikum stand rund um den Arena-Ring, in der einen Hand den aufgeschlagenen Tierausstellungskatalog, in der anderen einen Kugelschreiber. Heuer wurde die Olma-Braunviehauktion bereits zum 59. Mal durchgeführt. Heini Stricker, Präsident der Tierausstellungsauktion, dankte in seiner Begrüssung denn auch den Verantwortlichen der Olma: «Seit 1966 stellt die Olma die Infrastruktur zur Verfügung.» Ebenso dankte der Braunviehzüchter aus Mörschwil der Nutz- und Schlachtviehgenossenschaft (NSG) für die Administration. Einen kräftigen Applaus gab es auch für die Männer und Frauen vom Stallteam. Heini Stricker dankte den motivierten Helfern: «Den Tieren wird gut geschaut.»
Kuh mit Potenzial
Mittags um 12 Uhr legte der Auktionator Matthias Süess aus Andwil los. «Am Anfang muss man dabei sein. Jetzt müsst ihr Ja sagen», ermunterte Landwirt Süess die Käufer. Sogleich stellte er redegewandt das erste Tier, die zweijährige Pete Mila, vor. Mit einem Startpreis von 3400 Franken fand sie einen Käufer. Matthias Süess fand immer wieder die richtigen Worte, um die Tiere an den Mann oder die Frau zu bringen. «Diese Kuh hat Potenzial und ist im Roboter angemolken», sagte Süess in sein Mikrofon, während Pete Jenny in der Arena aufgeführt wurde. Mit einem stolzen Preis von 4600 Franken war sie die Erste, welche die 4000er-Marke überbot. «Biobauern aufgepasst», so Süess bei Fenja aus dem Stall von Simon Widmer aus Mühlrüti und ergänzte: «Bio-Kühe sind gesucht.» Er sollte recht behalten. Die einzige Bio-Kuh an der Versteigerung war begehrt. Dasselbe galt auch für das Original Braunvieh (OB). Die OB-Kühe stiessen auf grosses Interesse und sind zugleich heisse Kandidatinnen für die Gurt- und Blüemschau an der nächsten Olma. Die Auktion nahm ihren Lauf, es ging zügig voran. Die Auktionstiere wiesen eine hohe Qualität auf. «Auch im Toggenburg scheint die Sonne.», «Diese Kuh passt auch ins Engadin», oder: «Dort ist der Spezialist für Blüemkühe», neckte Matthias Süess zwischendurch. Auktionator Süess amtete an der Olma zum fünften Mal. Er und sein Team hatten alle im Blick.

Gute Preise
Ob Waida, Adele, Alessia oder Miranda, sie alle fanden einen neuen Besitzer oder Besitzerin. «Jetzt stehen nur noch fünf Kühe zur Auktion. Jetzt müsst ihr Gas geben», präsentierte Matthias Süess die am 1. Januar 2022 geborene Olive von Matthias Eggenberger aus Illighausen. Die Interessenten überboten sich, es war wie ein Feuerwerk. Beim Höchstpreis von 5400 Franken konnte Süess sagen: «Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!» Den Schlusspunkt der Auktion setzte die Turayo-Tochter Nora und wechselte ihren Besitzer für 5000 Franken. Bereits zum vierten Mal konnte auch via Internet an der Versteigerung mitgeboten werden. Online waren 87 Interessenten eingeloggt, verkauft wurden vier Tiere via Internet. Die Verantwortlichen der Braunviehauktion zeigten sich nach der Auktion mit dem Kaufinteresse und den gelösten Preisen zufrieden. Der Durchschnittspreis lag bei 4303 Franken.

