Fürstenland-Cup: Besco Beluah ist erneut Miss Fürstenland
Bereits zum zweiten Mal war der Fürstenland-Cup in der Markthalle in Wattwil zu Gast. 13 Braunviehzuchtvereine nahmen teil. Es wurden die Miss Genetik, Miss Schöneuter, der Rinderchampion der Jungzüchter und Jungzüchterinnen gesucht – und die Miss Fürstenland. Für den Vereinscup stellten die Vereine drei bis vier Kühe.

Die Stimmung beim Fürstenland-Cup in der Markthalle Wattwil war bereits zu Beginn der Veranstaltung ausgezeichnet. OK-Präsident Hans-Jörg Meier aus Waldkirch sagte, dass sie als Organisatoren bereits letztes Jahr gut im Toggenburg aufgenommen worden waren. «Die Infrastruktur und die Festwirtschaft in der Markthalle sind gut.» Zum vergangenen Jahr waren nur kleine Anpassungen notwendig. Bei der ersten Austragung im letzten Jahr waren Bedenken da, dass der Weg für die Züchter ins Toggenburg zu weit sei. Das hätte sich jedoch bereits ins Positive gewandelt. «Der Fürstenland-Cup hat durch den neuen Standort im Toggenburg an Besuchern und Aufmerksamkeit gewonnen», so Meier. Die Gäste kamen aus dem Fürstenland und dem Toggenburg. Für sie als Organisatoren sei klar, dass der Fürstenland-Cup auch künftig in der Markthalle in Wattwil ausgetragen wird.
Als Schauexperte fungierte der 24-jährige Krummenauer Markus Tischhauser. Ihm zur Seite als Ringman stand Martin Gubelmann aus Eschenbach. Zügig wurden die Kühe in Gruppen in den Ring geführt. Schauexperte Tischhauser schaute sich die Kühe an und entschied anschliessend, wer die Ränge belegte. Zu jeder Kuh erklärte er, wie es zum Entscheid kam.
Spannung bis zum Schluss
Der Wettbewerb am Fürstenland-Cup ist speziell. Dies, damit die Spannung bis zum Schluss bestehen bleibt. Die 13 Braunviehzuchtvereine (BZV) sind aufgefordert, je ein Tier der ersten, der zweiten oder dritten, der vierten oder mehr Laktationen zu stellen. Weiter konnten sie als Joker eine Kuh stellen, die eine Lebensleistung von über 50 000 Kilo Milch ausweisen kann. Für den Vereinscup zählen jeweils drei Kühe. Jene Viehzuchtvereine, die eine vierte Kuh stellten, hatten somit die Möglichkeit eines Streichresultates. Damit im Ring nie zu viele Kühe auf einmal sind, werden vor Beginn des Schaulaufens im Ring die Viehzuchtvereine in zwei Gruppen aufgeteilt. Das hat auch zur Folge, dass das Losglück bezüglich Vereinsklassierung positiven, aber auch negativen Einfluss nehmen kann. Eine weitere Spannung verspricht auch, dass ein Züchter im Maximum zwei Tiere in die Bewertung einbringen kann. Mit dem Milchzuchtwert (MIW) wird eine separate Rangliste geführt. Dies ermöglicht den Viehzuchtvereinen auch bezüglich Milchleistung zu punkten.
Schön und leistungsstark
«Die Folge daraus ist, dass die schönste Tiergruppe vereint mit hohem MIW gewinnt», erklärte der OK-Präsident. Der Gewinn einer Kategorie gibt einen Punkt, die zweite Kuh erhält zwei Punkte und so weiter. So kommt es, dass die BZV mit den wenigsten Punkten den Vereinscup gewinnt. Für OK-Präsident Hans-Jörg Meier ist es wichtig, dass nicht nur die schönsten Kühe gewinnen, sondern auch leistungsstarke. «Uns im Fürstenland ist es wichtig, dass wir leistungsstarke Kühe haben. Die Kühe müssen fit, gesund, langlebig und leistungsstark sein.» Dass eine ältere Kuh noch konkurrenzfähig ist, bewies die 14-jährige Kuh Mira. Sie ist aus dem Stall von Simon und Felix Knöpfel aus St. Gallen und gehört dem BZV Andwil an. Mit einer Lebensleistung von über 106 000 Kilo Milch in der zehnten Laktation, der höchsten Lebensleistung aller Konkurrentinnen, erreichte sie in ihrer Gruppe den dritten Platz.
Siegerinnen erkoren
Bei der Wahl der Miss Fürstenland waren alle Abteilungssiegerinnen und eine Abteilungszweite in den Schauring zugelassen. Schauexperte Markus Tischhauser stellte die acht Kühe vor und erläuterte deren Vorteile. Den Titel Miss Fürstenland holte sich wie bereits letztes Jahr Besco Beluah aus dem Stall von Fränzi und Matthias Süess aus Andwil. Phil Enzian, aus dem Stall von Bruno Manser aus Muolen, holte sich den zweiten Platz. Drittplatzierte wurde Brigant Solera vom BZV Mörschwil und deren Besitzer Thomas Fuchs aus Tübach. Bruno Manser aus Muolen erreichte bei den Schöneutern die ersten beiden Plätze. Phil Enzian, Vize-Miss Fürstenland, gewann diese Kategorie. Biver Silvana überzeugte mit dem zweitschönsten Euter. Über den dritten Platz freuen durfte sich Urs Hauser aus Lömmenschwil vom BZV Häggenschwil, mit Phil Valentina. Miss Genetik wird die schönste Kuh, die der Gruppe mit den höchsten Milchwerten angehört. Siegerin wurde die 2. Laktierende Kuh Barca Dalida aus dem Stall von Ueli Bärtschi aus Nassen vom BZV Mogelsberg. Auf den zweiten Platz schaffte es Visconti Libelle, Besitzer ist Andreas Studach aus Mörschwil; Drittplatzierte wurde Phil Jsa. Besitzer ist die BG Frischknecht und Indermauer aus Schweizersholz vom BZV Niederhelfenschwil.

Spannender Vereinscup
Sieben Jungzüchterinnen und drei Jungzüchter haben sich für den Wettbewerb des Rinderchampions angemeldet. Gewonnen hat diese Kategorie Salome Rhyner mit Jinxer Lilo aus dem Stall von Walter Rhyner aus Hoffeld. Den zweiten Rang erreichte Adee Alessia, auch aus dem Stall von Walter Rhyner, mit der Jungzüchterin Anja Rhyner. Den bronzenen Pokal holte sich in dieser Kategorie auch eine Jungzüchterin, Mona Räss, mit Jongleur-Et Lisa, Besitzer ist Andreas Räss aus Andwil.
Spannung war für den Vereinscup am Fürstenland-Cup vorausgesagt. Mit der Regelung eines Streichresultates ist bis am Schluss alles möglich. Gewonnen hat die BZV Eggersriet mit drei Abteilungssiegen und einem MIW von 352. Zweite wurde die BZV Mörschwil ebenfalls mit drei Abteilungssiegen und einem MIW von 350. Der höhere MIW brachte die Entscheidung. Auf dem dritten Rang klassierte sich die BZV Häggenschwil.

