Oberhelfenschwil feierte die Viehzucht

Am Samstag, 25. April 2026, ging die 125-Jahre-Jubiläumsviehschau vom Braunviehzuchtverein Oberhelfenschwil bei Prachtwetter über die Bühne. Nebst den Ehrungen der Missen wurden anlässlich des Jubiläums auch Sonderpreise, wie zum Beispiel der schönste Hund und der weiteste Weg, vergeben.

Miss BS Oberhelfenschwil mit Stefan Rechsteiner, Corina Dobler und Besitzer Thomas Item (v.l.)
Miss BS Oberhelfenschwil mit Stefan Rechsteiner, Corina Dobler und Besitzer Thomas Item (v.l.)

Am 25. April 2026 fanden zahlreiche Besucher, Gäste und Viehzuchtinteressierte den Weg nach Oberhelfenschwil. Sie durften sich nebst der sennischen Auf- und Abfuhr, den imposanten Zuchttieren auch über das eine oder andere «Zäuerli» freuen. Das sonnige Wetter war für den Jubiläumstag perfekt – sehr zur Freude des Organisationskomitees (OK) und dessen Präsidenten Bruno Brander. 17 Betriebe mit bis zu 25 Tieren nahmen an der Jubiläumsviehschau teil. Gesamthaft waren 378 Kühe und Rinder sowie einige Ziegen und Stiere am Viehschauplatz anzutreffen.

Die drei Richter Roman Schirmer, Walter Rhyner und Heini Stricker begannen bereits um 9.30 Uhr mit ihrer Arbeit. Unterstützt wurden die Richter vom Ringman Sandro Huser. Auch der Moderator Christian Manser half immer wieder richtungsweisend via Mikrofon mit, wenn im kleinen Vorringbereich der Andrang zu gross wurde. Alle drei Braunvieh-Experten waren begeistert von der Qualität der Tiere und der ausgezeichneten Organisation des OKs.

Schönster Hund, weitester Weg

Zur Jubiläumsschau hat sich das OK etwas Spezielles einfallen lassen. Nebst den üblichen Misswahlen wurden auch acht Sonderpreise vergeben: Vier Sonderpreise erhielt dabei die Kuh mit der höchsten Milchleistung, die Kuh mit der besten Zellzahl, die Kuh mit der grössten Fruchtbarkeit sowie das Tier mit der höchsten Persistenz. Weitere vier Gastronomiegutscheine wurden in komplett neuen Kategorien vergeben. Das Tier mit der höchsten Tierverkehrsdatenbanknummer, so erhielt das jüngste Tier der Schau einen Sonderpreis, wie der schönste Hund. Zwei weitere Sonderpreise gingen an den Betrieb mit dem weitesten Weg und an den Betrieb, der seit 2007 die meisten Rinder und Kühe an die Viehschau führte.

Die Jüngsten im Ring

An diesem sonnigen Samstag standen auch die jüngsten Mitglieder des Viehzuchtvereins Oberhelfenschwil im Rampenlicht. Bei der Kälberpräsentation stellten sie ihr Lieblingskalb vor und begeisterten mit einem passenden «Sprüchli» die Zuschauer. Unter anderem gab Damian Wagner seine Dichtkunst zum Besten: «I möchte eu herzlich begrüassa und dä Mittag achli versüasse. S Chalb Valentina isch ganz stolz. Ich, dä Wagner Damian, go au gern in s Holz …» Oder Elin und Ruedi Menet, die mit ihren Sprüchen im Schlagabtausch die Gäste zum Lachen brachten.

Miss OB Oberhelfenschwil mit Christoph Zehnder, Stefanie Steiner, Annerös und Wisi Zehnder und Ehrendame Leonie Brander (v.l.).
Miss OB Oberhelfenschwil mit Christoph Zehnder, Stefanie Steiner, Annerös und Wisi Zehnder und Ehrendame Leonie Brander (v.l.).

Bekannte Spezialpreise

Der Nachmittag der Schau startete mit dem Jungzüchterwettbewerb und den ersten Misswahlen. Miss Genetik wurde dabei Doboy Et Florida von Theres und Ueli Tanner-Reichlin. Nooh Looser holte mit Porsche-ET Enzian den Jungzüchtertitel. Bei den Rindern wählte Richter Heini Stricker Brice ET Gorgina zum Champion. Gorgina aus dem Betrieb vom OK-Präsident Bruno Brander überzeugte den Richter vor allem mit einer hohen Spannung der oberen Linie sowie gesamthaft extrem guten Körpermerkmalen.

Wicki und Wappe überzeugen

Eine nicht alltägliche Prämierung war die Wahl des besten Mutter-Tochter-Duos. Hierbei sollten Mutter-Tochter möglichst eine Einheit bilden und mit einer Gesamtqualität im Ring brillieren. Ausserdem, so der Richter Roman Schirmer, sollten sie mit ihrer gemeinsamen Harmonie überzeugen. Die Siegergruppe war Wicki und Wappe von Stefan Nef. Sowohl Mutter als auch Tochter stachen mit einer sauberen Linie und einem guten Euter hervor, wobei bei der Tochter Wappe die Aufhängung des Euters verbessert werden könnte.

An der Schau herrschte Andrang im Ring und im Zelt.
An der Schau herrschte Andrang im Ring und im Zelt.

Miss Oberhelfenschwil

Thomas Item war grosser Gewinner an der Viehschau Oberhelfenschwil. Er wurde gleich mehrfach für seine langjährige Arbeit mit vielen Titeln belohnt: Der Titel Schöneuter Jüngere (1. und 2. Laktation), der Titel Schöneuter Ältere (ab 3. Laktation), Erstmelkchampion, der Betriebscup sowie Miss BS Oberhelfenschwil gingen an den erfolgreichen Züchter.

Miss BS Oberhelfenschwil Calvin- ET Ursina präsentierte ein trockenes Fundament sowie ein perfektes Becken, insgesamt hervorragend in allen Teilen, sagte der Richter Heini Stricker. Den Titel Miss OB Oberhelfenschwil holte Zehnders Bajazzo Lia von Christoph Zehnder. Lia sei für ihn die ideale Zweinutzungskuh mit dem nötigen Fleischanteil und einer sehr guten Eutertiefe, sagte Richter Walter Rhyner.

Mit einer sennischen Abfuhr endete der Tierteil der traditionsreichen Viehschau in Oberhelfenschwil. Am Abend fanden sich Jung und Alt zur Schauchilbi mit den Schüga-Örgelern ein. So fand der 125-Jahre-Jubiläumsanlass seinen gebührenden Abschluss.

Vollständige Rangliste zur Jubiläumsschau 2026 des VZV Oberhelfenschwil

Auszug_Rangliste-VZV-Oberhelfenschwil-2026

 

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