IGBS-Eliteschau zeigte die Schönsten der Besten
Die IGBS-Eliteschau im Rahmen der Tier & Technik 2026 erwies sich auch in diesem Jahr als Publikumsmagnet. Experte Heini Stricker aus Mörschwil zeigte sich beeindruckt vom hohen Niveau der präsentierten Tiere. Den Championtitel der IGBS-Schau 2026 sicherte sich Lennox Lore von Heidi Eberl aus Österreich.

Mit einem starken Auftritt des Original Braunviehs begann das vielseitige Schauprogramm. Für die Rangierung der drei Abteilungen war David Amrein aus Willisau zuständig. Er zeigte sich erfreut über die Ausgeglichenheit und Qualität der präsentierten Tiere. Den Titel Miss OB sowie die Auszeichnung für das schönste Euter sicherte sich Omar Wilhelmina von Martin Reichmuth aus Rothenturm. Zur Vize-Miss wurde Arcas Duseli von Heinz Frick aus Speicher gekürt.
In der ersten Abteilung setzte sich Aarcas Angelika von Ruedi Zurfluh-Föhn aus Muotathal an die Spitze. Atlantic Venus von Urs Hartmann aus Arnegg folgte ihr auf Rang zwei. Die zweite Abteilung gewann jene Kuh, die später auch zur OB-Miss gekürt wurde. Tobias Krieg aus Eschenbach erreichte mit Krieg’s Omar Delia den dritten Platz. Für Delia gab es im weiteren Verlauf zusätzliche Ehrungen. Sie wurde zur Vize-Miss Schöneuter gewählt und erhielt zudem den Titel Miss Genetik bei den OB-Tieren.
In der dritten Abteilung überzeugte Arcas Duseli, die spätere Vize-Miss, und holte sich den Abteilungssieg. Auf dem zweiten Rang folgte Joel Hanita von Christian Huser aus Alt St. Johann.
Die IGBS-Auktion
Die 33. Durchführung des IGBS Sale überzeugte mit einem breit gefächerten und qualitativ hochstehenden Angebot. Während Embryonen und Samendosen ausschliesslich online zum Verkauf standen, wechselten im Auktionsring vielversprechende Kälber, Rinder und Jungkühe den Besitzer.
Für besonderes Aufsehen sorgte Danger Dalia, eine Tochter von Owen Ottawa aus der aktuellen Kuhakrobatik-Champion. Sie erzielte den Spitzenpreis des Abends. Im Durchschnitt investierten die Käuferinnen und Käufer am Freitagabend rund 6600 Franken pro Kuh und knapp 7000 Franken pro Rind. Die preisträchtigsten Embryonen Joio × X-Salomon & X-Dynamite & X-Phil wurden für 1900 Franken pro Embryo verkauft.

Die IGBS-Night
Der Startschuss für die Brown Swiss fiel um 16.30 Uhr mit der ersten Abteilung. Von Beginn weg zeigte sich, dass die Qualität im Ring hoch war. Die jungen Kühe überzeugten durch Substanz und besonders durch ihre korrekten, gut verbundenen Euter. Bemerkenswert war auch die Vielfalt der Abstammungen, da zahlreiche unterschiedliche Väter vertreten waren. In der ersten Abteilung setzten die österreichischen Betriebe aus dem Tirol ein klares Zeichen mit einem Doppelsieg: KG Brice Miranda von Hannes Klausner gewann vor BSGK Phil Bavaria von Stefan Klocker. Den dritten Platz sicherte sich mit Zrotz Pete Dafina von Matthias und Fränzi Süess aus Andwil eine Kuh aus dem Kanton St. Gallen.
Der Sieg in der zweiten Abteilung ging an Merzenberg Pete Annabell von Marco Wildhaber vom Flumserberg. Auf Rang drei klassierte sich Studach’s Guy Hanna von Andreas Studach aus Mörschwil. In der dritten Kategorie setzte sich Felder’s BS Pete Pia Lina von Three Salzgebers und G-Wal Mountain Cows an die Spitze. Die sehr ausgeglichene Bodenmann’s Hank Jolene von Konrad Bodenmann aus Gais erreichte hier den dritten Rang. In der vierten Abteilung überzeugte Reichlin Gen Lockdown Lola P von Pascal Reichlin aus Steinerberg und stellte sich zuvorderst auf. Sie sollte im weiteren Verlauf des Abends noch zur Junior-Champion gekürt werden. Bei den Spezialwettbewerben der jüngeren Kühe gingen die Titel in diesem Jahr an Betriebe ausserhalb der Kantone St. Gallen und den beiden Appenzell.
Nach der vierten Abteilung wurde die IGBS-Auktion durchgeführt, danach ging es weiter mit der fünften Abteilung, die von Häcki’s Top Barca Bineila von Karl Häcki, Hausen am Albis, gewonnen werden konnte. Hansueli Tischhauser aus Krummenau erreichte mit Tischhauser’s Haegar Joline den dritten Platz. Der Sieg der Abteilung sechs ging erneut nach Österreich zu Hannes Klausner mit O Malley Melanie. In der Abteilung sieben konnte der Kanton St. Gallen erneut zuschlagen. Auf dem ersten Platz stand Wittenwilers Julius Cipsy von Andreas Wittenwiler aus Nesslau, mit dem dritten Rang komplettierte Walter Rechsteiner aus Bächli mit Rechsteiners BS Julius Nora das Podest. Sie erreichte in der Schöneuterwahl eine Top-5-Platzierung. Die Abteilung acht gewann die spätere Miss IGBS 2026, Lennox Lore von Heidi Eberl aus Österreich. In der prestigeträchtigen neunten Abteilung mit Kühen mit einer Lebensleistung von über 50 000 Kilo Milch konnte sich Franzen BS Salomon Sina von Franz und Pascal Felder aus Marbach vor Duss BS Biver Happy von Matthias Süess und Martin Hochreutener aus Andwil durchsetzen. Auf dem dritten Tag stand die jugendliche Wickli’s Silverstone Brenda von Markus Wickli-Müller aus Ennetbühl.

In der Abteilung zehn drehte sich alles rund um die Milchleistung der Tiere. Jene zehn Tiere mit der höchsten Milchleistung durften den Ring betreten. Allen voran lief Kühne’s BS Superstar Sambia von Hubert Kühne aus Goldingen, die in der dritten Laktation 14 797 Kilo Milch geliefert hat. An zweiter Stelle lief Rechsteiners BS Mekey Narina von Walter Rechsteiner aus Bächli, gefolgt von Alpiger’s Top Bays Miranda von Karl Alpiger aus Alt St. Johann.
Österreich setzt sich durch
Mit dem Sieg von Lennox Lore geht der Sieg der diesjährigen IGBS-Championwahl nach Österreich. Ebenfalls auf dem Podest steht Wittenwilers Julius Cipsy von Andreas Wittenwiler aus Nesslau, welche die Ehrenerwähnung erreichen konnte. Dazu gewann sie auch den Vize-Schöneutertitel der älteren Kühe.
Leistungsstarke Tiere
Der Titel der besten Lebenstagesleistung ging in diesem Jahr an Rechsteiner BS Mekey Narina von Walter Rechsteiner aus Bächli. Im Durchschnitt hat Narina 23, 4 Kilo Milch pro Lebenstag gegeben und erreicht so eine Lebensleistung von 101’467 Kilo Milch. Sehr speziell ist die Tatsache, dass sich Narina und ihre Enkelin Julius Nora sowie ihre Urenkelin Juri Natascha, beide ebenfalls mit sehr viel Milch und Top-Eutern, an der Tier und Technik präsentierten.
Als bester Züchter wurde Samuel Cadalbert aus Lantsch/Lenz ausgezeichnet, gefolgt von Schamaun Florian und Silvia aus Davos Platz und Andreas Wittenwiler aus Nesslau.
Auszug aus der Rangliste

