Fürstenlandcup: Beluah triumphiert 2025 zum dritten Mal
In Wattwil ging letzten Samstag der 15. Fürstenlandcup über die Bühne. Besco-Tochter Beluah von Fränzi und Matthias Süess vom Viehzuchtverein Andwil wurde erneut zur Miss Fürstenland gewählt.

Mit dem Fürstenlandcup 2025 stand am 15. November eine weitere Schau der Braunviehzucht im Kalender. Dabei hat das Fürstenland, wie viele «Auswärtige» vielleicht denken würden, nichts mit Liechtenstein zu tun, sondern bezieht sich auf das zentrale Territorium der ehemaligen Fürstabtei St. Gallen. Es umfasst vor allem die heutigen Wahlkreise Wil, St. Gallen (ohne die Stadt St. Gallen) und Rorschach.
Krönender Abschluss
Der Fürstenlandcup ist der Abschluss der Gemeindeviehschauen im Fürstenland. Dabei stört es nicht, dass der Austragungsort ausserhalb ist. Es spiele schliesslich für Besitzer und Tier kaum eine Rolle, wenn die Tiere einmal verladen sind, sagte ein Züchter. So fanden sich am 15. November die Fürstenländer Braunviehzüchter, ihre Kühe und Rinder sowie zahlreiche Interessierte der Braunviehzucht in der Markthalle Toggenburg in Wattwil ein.
Die Philosophie dieser Veranstaltung sei, die schönste Fürstenland-Kuh zu küren und den besten Verein, so Hans-Jörg Meier, Präsident des Organisationskomitees, aus Waldkirch. Dabei stehen die Geselligkeit und der Austausch unter den Viehzüchtern und Viehinteressierten im Vordergrund. Andere Leute aus der Szene zu treffen, sich auszutauschen, das sei das Schöne an dieser überregionalen Viehschau. Dies bestätigten auch zwei Liebhaber der Braunviehzucht unter den Zuschauern.
Alles unter einem Dach
Speziell beim Fürstenlandcup ist, dass alle Tiere in der Halle untergebracht sind, sozusagen im gleichen Raum wie Züchter und Zuschauer von Jung bis Alt. Dieses Jahr wurden 47 Kühe und 10 Rinder an die Stange in der Markthalle gebunden. Das «Beauty»-Programm wurde dabei von den Ausstellern selbst durchgeführt; ein Extrastyling durch externe «Coiffeure» ist gemäss strengem Reglement beim Fürstenlandcup nicht erlaubt. Generell läuft der Fürstenlandcup etwas anders ab als andere Braunviehschauen: Zum Beispiel würfelt das Los die einzelnen Kühe gleicher Laktationen in die Gruppen A und B einer Abteilung zusammen. Der Fokus liegt klar auf dem jeweiligen Viehzuchtverein, nicht auf den einzelnen Züchtern. Die Anmeldung läuft über den Verein, wobei ein Züchter maximal zwei Tiere anmelden darf. Ausserdem ist ein begehrenswerter Titel des Fürstenlandcups der Vereinscup, den der Verein mit den meisten Gesamtpunkten aus Rangpunkten und kumuliertem Milchwert erhält.

Begehrte Titel
Um 20 Uhr begann Peter Frei, die insgesamt fünf Abteilungen in je zwei Gruppen, davon vier Abteilungen Braunviehkühe und eine mit Braunviehrindern, zu richten. Für den Richter galt es, die Tiere auszuwählen, die am nächsten am Zuchtziel der Braunviehzucht sind, wobei für ihn schon das Euter im Vordergrund stehe, so der Richter. Unterstützt wurde Peter Frei dabei vom Ringman Simon Näf, der unter anderem auch schon bei der Rindernightshow als Ringman verantwortlich war.
Als Miss Genetik wurde aus den sieben Kühen mit den besten Milchzuchtwerten Lana von Martin Hochreutener vom Viehzuchtverein Eggersriet gekürt. Den Titel Schöneuterchampion holte die Bormio-Tochter Birke von Walter Rhyner aus Hoffeld vom Viehzuchtverein Mogelsberg. Dieser durfte sich auch über den Sieg und den 3. Platz seiner Töchter Anja und Celine bei den Jungzüchtern freuen.

Wie die Mutter, so die Tochter
Auch auf anderen Ebenen waren Eltern und ihr Nachwuchs sehr präsent: Während Eveline Rieder bereits in gewohnter Manier als langjähriges Mitglied des Organisationskomitees des Fürstenlandcups begrüsste, trat ihre Tochter Fabienne gleich in zwei Rollen in den Ring: als Ehrendame und als Jungzüchterin. Fabienne betonte, dass das Zusammentreffen von verschiedenen Vereinen, Bekannten und Kollegen im Vordergrund stehe. Zudem sei die Messlatte der Braunviehzucht hoch, das sporne auch sie an. Strahlende Freude hatte auch der Jungzüchter Lean Steingruber, der jüngste Züchter an dieser Schau: Der 14-Jährige konnte das erste Mal ein Tier in den Ring führen, das aus dem Stall von Aussteller Emanuel Süess aus der Verwandtschaft stammt.
Bekannte Siegerin
Der Vereinscup ging erneut an den Viehzuchtverein Eggersriet, und die Kuh Beluah wurde erneut zur Miss Fürstenland gewählt. Beluah, eine Besco-Tochter, von Fränzi und Matthias Süess holte dabei zum dritten Mal in Folge den Titel.
