Züchterhöck bei Familie Sauter in Amlikon-Bissegg

Mitte August trafen sich die Ostschweizer Holsteinzüchter zum beliebten Züchterhöck bei Familie Sauter in Amlikon-Bissegg. Am Anlass gab es ebenfalls Ehrungen für ausserordentliche Leistungen.

Schon bei der Begrüssung konnte man feststellen, dass die Scheune neu erstellt wurde und das Wohnhaus sich noch im Bau befindet. Das ist die Folge von zwei Schicksalsschlägen. Vor zwei Jahren brannte die Scheune ab und zehn Tage nach erteilter Baubewilligung für den Neubau brannte das Wohnhaus nieder. Nach diesen zwei intensiven Jahren steht der Betrieb nun wieder und die tägliche Arbeit hat sich wieder eingespielt.

Im neuen, modernen Stall der Familie Sauter stehen rund 50 Milchkühe. Bild: zVg.

Ein Bio-Pionier

Der Betrieb wird seit dem Jahr 2000 als Biobetrieb geführt, Sauters gehören also zu den Pionieren der biologischen Bewirtschaftung. Auf 32 Hektaren wird Ackerbau und Futterbau betrieben und auf 17 Hektaren Wald wird vor allem Energieholz gewonnen. Im neuen, modernen Stall stehen rund 50 Milchkühe und deren Nachzucht. Produziert wird Industriemilch, welche jetzt mit dem Roboter gemolken wird.

Der Betriebsleiter sucht eine problemlose Kuh, welche aus dem betriebseigenen Futter und nach den Biorichtlinien möglichst viel Milch gibt. Dabei zählt nicht die Milch pro Tier, sondern die produzierte Milch je Hektare Futterfläche. Sehr wichtig ist der Familie Sauter eine lange Nutzungsdauer der selbst remontierten Kühe. Als weiterer Betriebszweig werden 2000 Legehennen gehalten und zweimal im Jahr werden 4000 Junghennen aufgezogen.

Gemütlicher Teil

Nach dem interessanten Betriebsrundgang wurden die Gäste in der Festwirtschaft verpflegt und konnten beim gemütlichen Zusammensitzen fachsimpeln.

Da die Delegiertenversammlung auf dem schriftlichen Weg durchgeführt werden musste, hat sich der Vorstand dazu entschlossen, die diversen Ehrungen am Züchterhöck nachzuholen (siehe Kasten).

Geehrt wurden…

  • Reto Büsser aus Niederwil als Meisterzüchter (von Holstein Switzerland dazu ernannt)
  • Die Kuh Venezia von Adrian Sager aus Buch bei Frauenfeld für Lebensleistung über 150`000 Kilo (total bis Ende 2020 150`515kg)
  • Gaudenz Thomann aus Vilters für den höchsten Durchschnitt der eingestuften Erstmelkkühe ( Durchschnitt 82,6)
  • Markus Ziegler aus Niederbüren für den höchsten Betriebsdurchschnitt national (11 Abschlüsse, Durchschnitt 14’433 kg)

Im letzten Jahr für Lebensleistung geehrt, aber dieses Jahr wieder erwähnt wurden:

Sandra von Alfred Rüssli aus Wetzikon mit einer Lebensleistung von 171056 Kilo (Durchschnittliche Milch je Lebenstag 29.8 kg)

Granada von Martin und Dominik Wirth aus Mörschwil mit einer Lebensleistung von 166825 Kilo pd.

 

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