Olma Braunviehauktion: Wenn gekauft wird, dann spontan

Die Olma Messen und die Nutz- und Schlachtviehgenossenschaft (NSG) organisieren jedes Jahr die Braunviehauktion an der Olma. Rund 34 Rinder und jüngere Kühe werden dann in der Arena vorgeführt und zu guten Preisen vergantet. Doch wie bewähren sich die Tiere bei den neuen Besitzern? Die NSG hat nachgefragt.

Hans Brändle mit Zimbabwe. Das Ziel der Zuchtfamilie rückt näher.
Hans Brändle mit Zimbabwe. Das Ziel der Zuchtfamilie rückt näher.

Der Betrieb von Astrid und Hans Brändle liegt auf rund 730 Metern über Meer im Euloch in Oberhelfenschwil. Dabei handelt es sich um den Elternbetrieb von Hans Brändle, den er im Jahr 1988 übernommen hat. Die Familie bewirtschaftet 26 Hektar Grasland und hält im 2014 erbauten Laufstall 28 bis 30 Milchkühe sowie 20 Jungtiere. Brändles setzen auf Käsereimilch. Die Überschussmilch verwerten sie für die Fütterung ihrer rund 10 bis 15 Mastkälber. Ausserdem bauen sie Futtermais und Futterweizen an. Doch das ist noch nicht alles: Auf dem Betrieb werden jährlich 120 Truten gemästet und das beliebte Fleisch vermarktet die Familie direkt ab Hof. Im Sommer 2025 wird Hans Brändle pensioniert und Christian, das zweitjüngste von sechs Kindern, übernimmt den Betrieb Euloch.

Nicht nur Braune

Hans Brändle liegt das Braunvieh am Herzen, er ist aber kein fanatischer Züchter. Seitdem sich sein Sohn Christian als Kind einmal ein schwarzes Kalb gewünscht hat, stehen in Brändles Stall auch einige Holstein-Kühe. «Sie geben oftmals einfach mehr Milch als die Braunen», erklärt er. Der Schwerpunkt und seine Leidenschaft liegen aber dennoch beim Braunvieh, denn die Rasse bietet viele andere Vorzüge.

Bedeutung der Auktion

«Wenn es irgendwie möglich ist, gehe ich jedes Jahr am Auktionsdienstag an die Olma», sagt Hans Brändle. Die Tierausstellung im Voraus anschauen würde er aber nie. Er sei jeweils gespannt, was am Tag der Auktion vorgeführt wird und findet den ganzen Anlass eine gelungene Sache. Wenn er etwas kauft, dann spontan. «Wenn mir eine Kuh imponiert, dann biete ich mit.» So kam es auch schon vor, dass er mit einem ergatterten «Olma-Rind» nach Hause kam, obwohl er noch gar keinen freien Platz hatte.

Hans Brändle hat sich ein Preislimit von 3500 Franken gesetzt. Dies liegt etwas unter dem Durchschnittspreis der letzten Olma-Braunviehauktionen (siehe Tabelle). Er findet, «die sorgfältig ausgewählten Auktionstiere haben alle eine gute Qualität und eine Kuh für 3500 Franken könne genauso funktionieren wie eine, die das Doppelte kostet. Etwas Glück gehört auch immer dazu.»

Aktuell hat Hans Brändle noch zwei der sechs Kühe im Stall, die er bisher an den Olma-Braunviehauktionen gekauft hat. Jampa hat letztes Jahr kurz vor der Auktion abgekalbt. Aktuell ist sie zum zweiten Mal trächtig.

Zimbabwe hat er 2018 ersteigert. Sie war damals ebenfalls in der 1. Laktation und hat auf dem Betrieb von Familie Brändle seitdem drei Kuhkälber zur Welt gebracht. Das vierte wird erwartet … Der Landwirt ist guter Dinge, dass er mit Zimbabwe und ihren Nachkommen schon bald den Status der Zuchtfamilie erreicht.

Die Familie Brändle ist glücklich mit ihren Olma-Tieren und hat fest vor, die Auktion auch dieses Jahr wieder zu besuchen.

Anmeldung Auktionstiere

Die 58. Olma-Braunviehauktion findet am Dienstag, 15. Oktober um 12 Uhr, in der Arena statt. Rinder und jüngere Kühe können ab Mitte Juli via Brunanet angemeldet werden. pd.

Sohn Christian Brändle mit Jampa. Er übernimmt im 2025 den Betrieb Euloch.
Sohn Christian Brändle mit Jampa. Er übernimmt im 2025 den Betrieb Euloch.

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