Pinova ist die schönste Sarganserländerin
Nach insgesamt 85 Herbstviehschauen, sowie Spezialwettbewerben in St. Gallen, Appenzell und Liechtenstein wurde am Samstag in Walenstadt bei der Bezirk-Miss-Wahl ein letzter Glanzpunkt gesetzt. Pinova aus dem Stall von Johann Wachter, eroberte den Championstitel Sarganserland 2022.

85 Viehschauen sowie etlichen Sonderwettbewerben wurden diesen Herbst in Gemeinden der Kantone St. Gallen, Appenzell, sowie dem Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Noch idealer hätten die Bedingungen dabei für Tiere und Menschen heuer nicht sein können. Seit Messbeginn im Jahre 1864, war der Monat Oktober 2022 der bisher wärmste. Von so einem «Altweibersommer-Tag» hat der neue Schaupräsident Wildhaber Jannik mit seinen Berufskollegen, seit Jahrzenten geträumt. Das Final, die Kürung der schönsten Braune Milchkuh aus dem Sarganserland, vermochte zu locken. Diese setzt nach der Walenstadtner Gemeindeschau, schon über 20 Jahren einen würdigen Schlusspunkt im Herbst. Acht Siegerkühe aus dem Bezirk, wurden zur Endausmarchung zum Ausstellungsgelände Paschga gebracht. Wegen der Championats-Wahl Sarganserland mit gestylten Schönheiten, waren viele Interessierte aus grösserem Einzugsbereich, vor Ort zu sehen.

Richter schauten genau
Die drei kantonalen Richter Fredi Louis, Christian Näf und Andreas Wittenwiler nahmen die acht Brown Swiss Milchkühe, welche die Gemeindeanlässe gewonnen haben, genau unter die Lupe. Die Zuschauer, bestehend aus Züchtern, Viehhändlern, Fachgrössen und Sympathisanten aus verschiedensten landwirtschaftlichen Sektoren, hatte anscheinenden ein profundes Wissen, denn Kommentare wurden nickend quittiert. Die Resultate und Tendenzen der letzten Jahre haben es bewiesen: Um den Championsieg kommen in etwa die gleiche Betriebe infrage. Das Rennen um die Podestplätze war dennoch hart. Es musste auf sehr hohem Niveau differenziert werden. Der Titel Miss Sarganserland 2022 wurde Pinova von Johann Wachter aus Mels zugesprochen. Diese Milchkuh, erzeugt vom Stier Pampero, überragte augenscheinlich, bezüglich Grösse und Schwere alle andern. Richter Christian Näf aus Brunnadern machte die Anmerkung übers Mikrofon: «In allen Belangen verkörpern die drei herausgezogenen Finalistinnen die Zuchtziele. Die Proportionen stimmen bei den ausgewählten Kühen auf dem Podest. Ein jeder Betrieb muss selber endscheiden, ob grössere oder kleinere Tiere für ihn stimmen».
Starke Konkurrenz
Auf dem Ehrenplatz landete der junge Züchter Manuel Mannhart aus Kleinberg mit Reina. «Sie ist ausbalanciert. In jeder Hinsicht eine korrekte Traumkuh mit einem Topeuter und schönen Zitzen und sie hat auch ein ausgewogenes Zentralband», so argumentierte Näf die zweitplatzierte Wiederkäuerin. In Walenstadt zeigte Jamaica, die Gewinnerin des Nationencups an der WM 2020 in Verona einen sehr korrekten Rahmen. Die Tagesform und das zunehmende Alter der dreimalige regionale Finalsiegerin Jamaica von Christian Schneider aus Schwendi, führten zum sanften Abrutschen auf den Bronzeplatz.

