Es ist wieder Tulpenzeit – so hält die Freude länger

Wie auch immer das Wetter wird, in den Blumenläden und Supermärkten ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten: Seit einigen Wochen wird den Kunden hier wieder ein grosses Angebot an Tulpen, den Frühlingsboten par excellence, offeriert.

Tulpen gibt es in vielen Varianten. Bild: Pixabay
Tulpen gibt es in vielen Varianten. Bild: Pixabay

Tulpen gehören zu den variantenreichsten Blumen der Welt. Es gibt kaum eine Blütenfarbe, die man bei den Zwiebelgewächsen nicht finden kann. Von zarten Pastellnuancen über kräftige Rot- und Gelbtöne bis Dunkelviolett reicht die Palette. Einige Sorten zeigen sich sogar mehrfarbig. Auch bei der Form der Blütenkelche lassen sich Unterschiede entdecken. Neben den eiförmigen einfachen Tulpen gibt es beispielsweise solche, bei denen die Blütenblätter oben spitz zulaufen. Bei anderen sind sie tief eingeschnitten oder gefranst, und noch andere gleichen vom Aussehen eher Pfingstrosen. Ob man sich bei einem Tulpenstrauss nun auf eine einzige Sorte oder Farbe beschränkt oder verschiedene miteinander kombiniert, ist Geschmackssache. Damit man möglichst lange Freude an den Frühlingsblumen hat, sollte man einige Punkte beachten:

Frische und Entwicklung

Wenn ein Tulpenbund sich fest anfühlt und die Schnittstellen an den Stängelenden nicht trocken und weiss aussehen, kann man bedenkenlos zugreifen. Wer ganz sichergehen will, reibt die Blätter und Stängel vorsichtig aneinander. Hört man dabei ein zartes Quietschen, ist das ein untrügliches Zeichen für Frische. Idealerweise sind die Blütenköpfe der Blumen beim Kauf noch geschlossen, zeigen aber bereits ihre Farbe. Komplett grüne Knospen sind noch sehr unreif und entwickeln sich später zu Hause eventuell nicht optimal.

Richtig anschneiden

Ob Tulpen lieber schräg oder gerade angeschnitten werden, darüber ist man sich selbst in Fachkreisen uneins. Wichtig ist aber, dass man die Stängel mit einem scharfen, sauberen Messer noch etwas kürzt, bevor die Blumen in die Vase kommen. Ein frischer Schnitt öffnet die Kapillargefässe der Pflanzen, sodass das Wasser besser zu den Blüten und Blättern transportiert werden kann. Scheren sind für den Anschnitt ungeeignet, denn sie verursachen häufig Quetschungen und zerstören so die Leitungsbahnen.

Laub entfernen

Um die Haltbarkeit von Tulpen zu verlängern, empfiehlt es sich, die unteren Blätter, die ins Vasenwasser hineinragen würden, zu entfernen. Sie entziehen der Blume nur unnötig Energie. Zudem besteht die Gefahr, dass sie im Wasser anfangen zu faulen.

Auf Sauberkeit achten

Was für das Messer gilt, ist auch für die Vasen wichtig. Man sollte unbedingt auf Sauberkeit achten. Denn gibt es Verschmutzungen in den Gefässen, können sich Bakterien rasch vermehren und die für die Wasserversorgung wichtigen Leitungsbahnen in den Blütenstängeln verstopfen.

Die optimale Wasserversorgung

Obwohl Tulpen einen hohen Wasserverbrauch haben, empfiehlt es sich, Vasen nur etwa zu einem Drittel zu befüllen und dann bei Bedarf nachzugiessen. Anders als einige andere Blumen benötigen Tulpen übrigens kaltes Wasser. Stellt man sie in zu warmes, weichen ihre Stiele auf und die Pflanzen werden geschwächt. Die Zugabe von besonderer Schnittblumennahrung ins Vasenwasser ist bei Tulpen unnötig.

Der ideale Standort

Je kühler Tulpen stehen, umso länger bleiben sie frisch. Es empfiehlt sich daher, die Sträusse nicht neben einem Heizkörper oder auf einer Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung zu platzieren. Auch Obstkörbe sollten möglichst von den Vasen weggerückt werden. Denn das von Apfel, Pfirsich und Co. abgegebene Reifegas Ethylen lässt fast alle Schnittblumen schneller welken.

Richtige Vasenpartner

Wer sich bei einem Strauss nicht auf Tulpen beschränken möchte, kann sie natürlich auch mit anderen Schnittblumen kombinieren. Als Vasenpartner im Frühjahr bieten sich Ranunkeln oder die Zweige frühlingsblühender Gehölze an. Vorsicht ist bei Narzissen und Hyazinthen geboten: Frisch angeschnitten, geben diese ein Sekret ab, das die Wasserversorgung anderer Pflanzen blockieren kann. Wer sie mit Tulpen mischen möchte, sollte sie daher zuvor für 24 Stunden separat ins Wasser stellen. Danach werden die Stiele abgewaschen und ohne erneutes Anschneiden zusammen mit den Tulpen arrangiert.

Ein frischer Tulpenbund fühlt sich fest an und die Schnittstellen an den Stängelenden sind nicht trocken und weiss. Bild: zVg.
Ein frischer Tulpenbund fühlt sich fest an und die Schnittstellen an den Stängelenden sind nicht trocken und weiss. Bild: zVg.

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