Startklar für das neue Gartenjahr
Der Winter zieht sich zurück, erstes Grün wird sichtbar. Jetzt beginnt das neue Gartenjahr. Ein Kontrollgang, gezielte Schnitte und frische Pflanzungen legen den Grundstein für gesunde Beete, vitale Gehölze und einen Garten, der die ganze Saison Freude macht.

In den Stauden- und Gräserbeeten regt sich schon das Leben. Wer den Pflanzen Platz geben möchte, schneidet altes Laub mutig zurück.
Der Garten steht niemals still. Zwar könnte man es beim Blick auf den winterlichen Garten meinen, doch wer genau hinschaut, sieht im Spätwinter hier und da bereits das spriessende Leben. Sichtbare Zeichen, dass es wieder beginnt: das neue Gartenjahr. Und mit ihm stehen auch wieder die ersten Aufgaben auf der Agenda, die für einen vitalen und rundum schönen Garten zu empfehlen sind. Doch was genau ist zu tun?
Einen Kontrollgang machen
Das Frühjahr ist perfekt für einen Kontrollgang durch den Garten. Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sichten nun die Wege, Treppen und die Terrasse auf Trittsicherheit. Durch Regen und Frost können hier und da schon mal Platten oder Pflastersteine gelockert worden sein. Algen, Moose und Pilze haben eventuell für einen rutschigen und unansehnlichen Belag auf Holzpanelen und glatten Oberflächen gesorgt. Damit hier niemand stürzt, sorgen die Profis wieder für festen Tritt und eine schöne Optik. Auch beim Gartenteich empfiehlt sich ein genauerer Blick: Haben sich einige Pflanzen zu stark ausgebreitet? Vor allem Seerosen können in ihrer Anzahl deutlich zunehmen und mit der Zeit zu viel Wasseroberfläche bedecken. Für ein natürliches Gleichgewicht sollten aber im besten Fall immer zwei Drittel der Teichoberfläche frei von Schwimmpflanzen sein.
Ist jedoch noch Platz frei und die Pflanzenwelt im und um den Teich darf noch etwas vielfältiger und prächtiger sein, dann ist das Frühjahr die perfekte Zeit für eine Nachpflanzung. In jedem Fall lohnt es sich, altes Laub und Pflanzenreste sowie vertrocknete Pflanzenteile der Uferbepflanzung aus dem Gartenteich zu entfernen.
Gehölze zurückschneiden
In den Stauden- und Gräserbeeten regt sich je nach Witterung schon im Winter wieder das Leben. Oft sind bereits die ersten grünen Triebe zwischen den trockenen Halmen und Blättern zu sehen. Die Zwiebelblumen und auch einige Stauden und Gräser zieht es wieder ans Licht, dafür brauchen sie Platz. Alte Triebe aus dem letzten Jahr sollten rechtzeitig vor dem Neuaustrieb mutig zurückgeschnitten werden.
Haben die Stauden mit der Zeit etwas an Blühfreudigkeit verloren oder zeichnet sich in ihrer Mitte eine kahle Stelle ab, raten Expertinnen und Experten zur Teilung der Pflanze. Dadurch wird sie verjüngt und erfreut wieder mit imposanter Blüte und Wuchs. Wichtig hierbei ist es zu wissen, welche Stauden wann und wie geteilt werden können. Eine generelle Regel lautet: Im Herbst sind die Spätsommerblüher dran, im Frühjahr die Herbstblüher wie Astern oder Herbstanemonen. Dann haben die Pflanzen den Sommer über ausreichend Zeit, neue Wurzeln zu bilden, anzuwachsen und dann im Herbst erneut zu erfreuen. Das Teilen von Stauden ist nicht jedes Jahr nötig, aber sollte doch je nach Art hin und wieder erfolgen.

Auch Rosen müssen geschnitten werden, unbedingt vor dem Austrieb. Als bewährte Gartenregel gilt, dass die Rosen spätestens zur Forsythienblüte in den Fokus genommen werden sollten. Der Schnitt verjüngt sie und fördert ihre Vitalität.
Dabei kommt es darauf an, um welche Rose es sich handelt. Während Edelrosen stark eingekürzt werden, benötigen Bodendeckerrosen nur alle paar Jahre einen leichten Pflegeschnitt. Kletterrosen, Strauchrosen und Hochstammrosen sind wieder anders zu behandeln. Bei Unsicherheit wendet man sich am besten an einen Landschaftsgärtner oder eine Landschaftsgärtnerin.
Dasselbe gilt auch für alle anderen Gehölzschnitte. Ob Obstbaum, Hecke oder Zierstrauch: Sie sind auf keinen Fall alle gleich zu behandeln.
Beete und Bäume
Der Frühling ist neben dem Herbst die beste Pflanzzeit. Jetzt steigen die Temperaturen wieder langsam, zugleich haben die Gewächse noch genug Zeit, vor dem Sommer zu wurzeln.
Direkt nach dem Winter bringen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner zum Beispiel Obstbäume und -sträucher in den Boden, vor allem die exotischeren Varianten wie Feigen oder Kiwis empfehlen sich jetzt. Auch mit Ziersträuchern und kleineren Bäumen kann man nun Blickpunkte in den Garten setzen, zum Beispiel mit der Felsenbirne, dem Hartriegel oder dem Kugelahorn. Die Beete freuen sich über Gräser und Stauden, die Lücken füllen, die sich letzten Sommer und Herbst gezeigt haben: Herbstanemonen, Fetthenne, Sonnenhut und vieles mehr.
