Erdmandelgras und Ackerkulturen

Der Bioackerbauring Rheintal (BARR) organisierte am 21. Juni einen Flurgang in Liechtenstein. Besichtigt wurden der Praxisversuch zur Erdmandelgrasbekämpfung im Biolandbau und verschiedene Getreide und Körnerleguminosen.

Der Bioackerbauring Rheintal (BARR) organisierte einen Flurgang in Liechtenstein. Bilder: zVg.
Der Bioackerbauring Rheintal (BARR) organisierte einen Flurgang in Liechtenstein. Bilder: zVg.

Als Begleitprojekt zur Umsetzung der Erdmandelgrasverordnung in Liechtenstein wurde im Frühjahr 2022 auf vier Feldern in Schaan ein Versuch angelegt. Verglichen werden die Verfahren Schwarzbrache mit Fräse, Schwarzbrache mit Egge, Fruchtfolge mit intensiver Stoppelbearbeitung und intensive Grünlandschnittnutzung. Ziel des Versuchs ist es, innert vier Jahren die Entwicklung des Erdmandelgrasvorkommens und die Keimfähigkeit der Erdmandeln zu verfolgen, in den Verfahren zu beobachten und daraus Empfehlungen für die Praxis abzuleiten. Dazu wurden vor dem Versuchsstart im März und nach der ersten Saison im Oktober 2022 Erdproben genommen und die enthaltenen Erdmandeln ausgewaschen sowie je ein Keimtest durchgeführt. Im ersten Jahr konnte in den beiden Schwarzbracheverfahren eine Reduktion der Erdmandeln dokumentiert werden. Maike Krauss vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) stellte den Versuch vor und zeigte die ersten Ergebnisse.

Besichtigung der Felder

Florian Bernardi und Klaus Büchel Anstalt informierten über die Aktivitäten zu Anbau und Verarbeitung von Getreide und Körnerleguminosen in Liechtenstein. Besichtigt wurden Braugerste, Schwarzhafer, Hirse, Einkorn, Triticale, Hartweizen, Dinkel, Erbsen, Soja und Ackerbohnen. Die Landwirte Martin Kaiser, Georg Frick und Samuel Schierscher gaben Einblick in die Kulturführung und die Anbauerfahrungen. Neben dem Anbau erfolgt eine Produktions- und agrarökologische Beratung zum Aufbau von regionalen Wertschöpfungskreisläufen für Getreide und Speiseleguminosen. Ziel ist es, technische Grundlagen zu Anbau (Saat, Bodenbearbeitung, Unkrautbekämpfung) und Kulturführung von speziellen Getreidearten und Leguminosen zu sammeln. Neben dem Anbau wird die Wertschöpfungskette für die lokale Verarbeitung evaluiert und Rahmenbedingungen für die Verarbeitung und Vermarktung erarbeitet. Zudem werden Möglichkeiten der Verwertung von Nebenprodukten (z.B. Spelzen, Kleie, Ölkuchen) in der Fütterung aufgezeigt.

Austausch bei Bier und Chips

Der Flurgang bot eine gute Möglichkeit, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Bei Liechtensteiner Bier und Bio-Ribelmaischips diskutierten die Teilnehmer über weitere Kulturen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

 

Es wurde über den Anbau von Getreide und Körnerleguminosen informiert.
Es wurde über den Anbau von Getreide und Körnerleguminosen informiert.

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