Gute Vorsätze umsetzen: So bleiben Ziele erreichbar

Der Jahreswechsel ist für Menschen ein beliebter Termin für neue Vorsätze. Oft hält man sie aber nicht lange ein, und alte Gewohnheiten kehren zurück. Mit Systematik und festem Willen lassen sich Vorsätze jedoch umsetzen.

Ziel anvisieren und treffen: Das ist auch bei Vorsätzen möglich. Bild: Pixabay
Ziel anvisieren und treffen: Das ist auch bei Vorsätzen möglich. Bild: Pixabay

Vorsätze formulieren viele so: «Ich muss andere ausreden lassen», «Ich muss mich besser konzentrieren», «Ich muss positiver denken». Schon das Wort «muss» zeigt fehlende Freiwilligkeit, erzeugt Druck. Stärker wirkt «Ich will». Wer will, erkennt Vorteile: «Ich will … weil es mir folgende Vorteile bringt …»

Es lohnt sich, länger über diese Vorteile nachzudenken als über den Vorsatz selbst. Je mehr Nutzen sichtbar wird, desto grösser ist der Wunsch, das Ziel zu erreichen. Hilfreich ist es, sich vorzustellen, wie es sich anfühlt, wenn der Vorsatz bereits umgesetzt ist.

Konkrete Formulierung

Man startet mit dem leichtesten Vorsatz, der ohne grossen Aufwand gelingt. Frühe Erfolgserlebnisse geben Kraft für schwierigere Ziele. Wichtig ist, Vorsätze schriftlich festzuhalten, etwa auf Post-its, im Terminbuch oder digital. So bleiben sie im hektischen Alltag präsent und verbindlich.

Bei Zielen im Job spielen oft externe Faktoren mit: Witterung, Markt, Vorschriften. Hindernisse sind normal. Sie sollten nicht entmutigen, sondern zum Anpassen der Strategie anregen. Entscheidend ist eine präzise Formulierung, zum Beispiel: «Ich werde ab sofort folgende unangenehmen Arbeiten nicht mehr bis fünf vor zwölf aufschieben …» Vorsätze ohne Termin bleiben vage und werden verschoben.

Was fällt Ihnen am schwersten, wenn ein Vorsatz umgesetzt werden soll?

Dranzubleiben, wenn der Alltag stressig wird
Den inneren Schweinehund zu überwinden
Sich selbst Zeit und Geduld zu geben

Vorsätze funktionieren nur, wenn man selbst dahintersteht. Wer sie sich einreden lässt, startet halbherzig. Der Anfang ist oft der schwierigste Teil, Zweifel gehören dazu. Deshalb darf ein zweiter oder dritter Anlauf sein. Täglich fünf Minuten über den Fortschritt nachzudenken hilft. Jeder kleine Schritt verdient Freude.

Erfolge feiern

Wie ein Marathonläufer Etappenziele hat, prüft man zwischendurch den Stand und freut sich über Erreichtes. Wer Durchhaltevermögen zeigt, darf stolz sein und sich selbst loben. Kleine Etappen sind Meilensteine auf dem Weg zum grossen Ziel. Oft entscheidet die «innere Stimme», auch innerer Schweinehund genannt, ob es weitergeht. Sie kennt viele Ausreden. Wer langfristige Vorteile erkennt, bleibt ausserhalb der Komfortzone und lässt sich nicht ausbremsen.

Manchmal ändern sich die Umstände. Dann ist Flexibilität gefragt. Ziele dürfen angepasst werden. Ein starres und krankhaftes Festhalten an Zielen kostet Energie und mindert den Erfolg.

*Der Autor ist Betriebswirt

Beispiele für Arbeitsziele

Ich will …

– meine Arbeit so planen, dass ich nicht unter Druck gerate.

– mich besser konzentrieren und Ablenkungen vermeiden.

– die Dinge positiv sehen, nicht sofort kritisieren.

– termingerecht arbeiten und Verzögerungen verkürzen.

– mehr Ordnung schaffen, um den Überblick zu behalten.

– gelassener reagieren, wenn etwas schiefläuft.

 

Weiterer Beitrag: Vorsätze umsetzen: 10 Tipps die stressfrei und erfolgreich zum Ziel führen

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