Osterhasen übrig? Tipps zum Verwerten
Jedes Jahr nach Ostern sehen wir uns mit übrig gebliebenen Schoggihasen konfrontiert. Glücklicherweise lassen sich erstaunlich viele Alternativen zur Verwertung von Restschokolade finden. Hier gibts Tipps.

Hand aufs Herz, sind alle Osterhasen schon aufgegessen? Liegen noch bunte Ostereili herum, von denen die Kinder vor Ostern nicht die Finger lassen konnten und die jetzt unangetastet auf dem Küchentisch stehen? Kein Grund zur Sorge, denn es sind erst zwei Wochen seit Ostern und Milchschokolade hält sich, bei 18 bis 20 Grad richtig gelagert, schliesslich 18 Monate. Doch irgendwann stellt sich dann doch unweigerlich die Frage: Was tun mit all der nicht gegessenen Osterschoggi?
19,5 Millionen Schoggihasen
Für Ostern 2026 wurden laut Chocosuisse in der Schweiz rund 19,5 Millionen Schoggihasen produziert. Damit seien dieses Jahr etwas weniger Osterhasen produziert worden, schreibt Lydia Toth, Leiterin Kommunikation des Verbands der Schweizerischen Schockladenfabrikanten. Dies hänge stark mit den gestiegenen Rohstoffpreisen, insbesondere beim Kakao, zusammen. Bei den Schokoladensorten liegt die klassische Milchschokolade nicht erst dieses Jahr mit Abstand an der Spitze. «Danach folgt, je nach Hersteller, entweder dunkle oder weisse Schokolade», so Lydia Toth. Viele Fabrikanten setzen heutzutage auf Vielfalt im Sortiment. Neben klassischen Hasen gibt es Figuren wie Dinos oder Einhörner sowie vielfältige Geschmacksrichtungen wie Himbeere, Caramel oder Pistazie.
Schokolade wie jede andere
«Grundsätzlich wird für Osterhasen dieselbe Schokolade verwendet wie für andere Schokoladenprodukte», erklärt Lydia Toth. Da es sich bei Schoggihasen jedoch um Hohlfiguren handle, werde die Schokolade bei der Verarbeitung so eingestellt, dass sie besonders gut in die Form fliesse und sich gleichmässig verteile. Es gibt also keinen Grund, übrig gebliebene Osterhasen nicht in Kuchen zu verbacken. Einfach den «Tiptopf» aufschlagen, die Hauscake-Masse rühren und 80 Gramm Haselnüsse und 80 Gramm gehackte Schokolade hinzugeben. Auch bei Schokoladenkuchenrezepten, bei denen die Schokolade geschmolzen wird, können Osterhasen verwendet werden. Doch abgesehen von der klassischen Verwertung, gibt es noch weitere originelle Ideen, um den Schoggihasen weit nach Ostern den Garaus zu machen.
Cremes und Guetzli
Wer nicht so gerne backt, kann aus den Schoggihasen beispielsweise eine Schokoladencreme herstellen. Dazu eignet sich vor allem dunkle Hasenschokolade, die zerbröckelt mit den restlichen Zutaten Milch, Maizena, Eiern und Zucker zu diesem klassischen Dessert verarbeitet werden kann. Auch beliebt sind Cornflakes-Guetzli. Damit muss man nicht bis zur Weihnachtszeit warten. Guetzlen ist ein guter Anlass, um 100 Gramm helle Osterhasenschokolade zusammen mit 100 Gramm dunkler Schokolade und 100 Gramm Butter im Wasserbad zu schmelzen. Dazu etwas Vanilleextrakt und 80 Gramm Cornflakes unter die flüssige Masse mischen. Mit zwei Löffeln Häufchen formen, auf ein Blech mit Backpapier setzen und kühl stellen. Die verschmähten Schoggieili können in Bananen gefüllt werden. Im Ofen gebacken und serviert mit geschlagenem Rahm, Vanille und Puderzucker, werden sie bestimmt rasch verzehrt.

Auch als Mitbringsel
Wer die übrig gebliebenen Schoggihasen nicht selbst essen möchte, kann daraus auch ein perfektes Mitbringsel herstellen. Für Bruchschokolade eignen sich nicht nur Reste von Osterschokolade, sondern auch vom Samichlaus und vom Christbaum. Ein besonders schönes Muster gelingt, wenn weisse und dunkle Schokolade gleichzeitig verwendet wird und mit einem dünnen Holzstab oder einer Gabel vermischt wird. Beim Topping sollte man sich nicht nur auf die süsse Variante beschränken, sondern auch salzige Komponenten ausprobieren. Die Auswahl ist vielfältig und reicht von Rosinen, Dörrfrüchten, Nüssen, Schokolinsen, Kokoschips bis zu Erdnüssen und Salzbretzeln. Im Kühlschrank gelagert, ist die Bruchschokolade etwa drei Wochen haltbar.
Schön mit Osterschoggi
Wer allerdings für eine Weile genug Schokolade gegessen hat, für den gibt es eine Alternative. Den Kakaobohnen wird auch eine positive Wirkung für unsere Schönheit nachgesagt. Den Beauty-Faktor verdankt die Schokolade den Flavonoiden, die in Kakao enthalten sind. Diese wirken innerlich wie äusserlich antioxidativ und regen die Durchblutung an. Das enthaltene Fett macht ausserdem die Haut geschmeidig. Überschüssige Osterhasen können zu Masken, Lipbalm oder Peelings verarbeitet werden: Für die Schoko-Honig-Maske beispielsweise benötigt man 20 Gramm Restschokolade vom Osternest, ½ Teelöffel Honig und ein Teelöffel Joghurt.
Zunächst muss die Schokolade im Wasserbad geschmolzen werden, dabei darauf achten, dass sie nicht zu heiss wird. Anschliessend die restlichen Zutaten unterrühren und die Masse auf dem Gesicht verteilen. Die Maske zehn Minuten einwirken lassen und dabei den leckeren Duft geniessen. Nach dem Abwaschen mit lauwarmem Wasser das Gesicht gut eincremen.

