Familie und Christbaum dürfen an Weihnachten nicht fehlen

Die Familie und der Christbaum dürfen für unsere sechs Befragten zu Weihnachten nicht fehlen. Ihre Wünsche zum Weihnachtsfest sind dann aber genauso unterschiedlich wie die schönen Erinnerungen an die besinnliche Jahreszeit, die sie mit den «St. Galler Bauer»-Lesern teilen:

Was ist für Sie Weihnachten? Und: Welche Wünsche haben Sie zu Weihnachten? Antworten auf diese Fragen gaben Petra Krucker, Esther Friedli, René Wohlwend, Larina Rutz, Peter Kuster und Claudia Bösch.

Mit der Familie

Petra Krucker-Jenni aus Wagen ist 42 Jahre alt und Mutter von vier Kindern. Sie betreibt mit ihrer Familie einen Landwirtschaftsbetrieb mit Direktvermarktung. Sie erzählt:
An Weihnachten dürfen für mich die Familie und die ganze Verwandtschaft nicht fehlen. Wichtig für mich ist die Atmosphäre an Weihnachten. Wir gehen in die Kirche und empfangen das Christkind. Dabei die leuchtenden Kinderaugen zu sehen, macht den Zauber von Weihnachten aus. Eine besonders emotionale Erinnerung habe ich an letztes Jahr. Wir gingen zum letzten Mal mit meinem Vater Tannzapfen für unseren Christbaum suchen. Mein Vater war Jäger, und der natürliche Schmuck am Christbaum hat uns sehr gut gefallen. Zu Weihnachten wünsche ich mir nicht viel, dass der Friede in der Familie weiter anhält. Wir brauchen etwas Herz, Liebe, Respekt voreinander und Gesundheit.

Krippenfiguren und Guetzliduft

Esther Friedli aus Ebnat-Kappel ist 48 Jahre alt, Ständerätin, Beraterin für politische Kommunikation und Gastronomin im Landgasthaus Sonne, Haus der Freiheit. Sie erzählt:
Das Aufstellen meiner selbst gemachten Schwarzenberger Krippenfiguren und das gemütliche Zusammensein mit der Familie darf für mich an Weihnachten nicht fehlen. Ich habe vor vielen Jahren fast 20 Krippenfiguren selber hergestellt und freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn ich sie auspacke und aufstelle. Die Inszenierung wechselt immer je nach Lust und Zeit. Als Kind, aber auch noch heute finde ich gerade den Advent eine der schönsten Zeiten. Der Duft von selbst gemachten Weihnachtsguetzli erinnert mich immer wieder an wunderschöne Stunden, als ich und meine Geschwister mit unserer Mutter viele Guetzli gebacken haben. Ich bedaure, dass ich heute kaum noch Zeit habe, selber Guetzli zu backen. Ich bin dankbar, dass es uns in der Schweiz materiell mehrheitlich gut geht. Die Botschaft von Weihnachten, Frieden und Hoffnung, das wünsche ich mir dieses Jahr ganz speziell. Und dann freue ich mich auch, wenn ich mit dem einen oder anderen kleinen Geschenk jemandem eine Freude machen kann. Auch Geben und Schenken gehört für mich zu Weihnachten dazu.

Ein Christbaum für jede Stube

René Wohlwend aus Hauptwil ist 36 Jahre alt und Vater von drei Kindern. Er betreibt einen Landwirtschaftsbetrieb mit Hofladen und verkauft Christbäume. Er sagt:
Der Christbaum zu Weihnachten darf in keiner Stube fehlen. Weil er das Wohnzimmer «heimelig» macht und zur Tradition gehört. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, als ich noch an das Christkind glaubte. Wir durften den Christbaum zwar aufstellen, aber geschmückt hat ihn dann das Christkind. Auch wenn das heute nicht mehr so ist, so freue ich mich immer noch an den Erinnerungen daran. Ich wünsche mir, dass die Bevölkerung die Landwirtschaft mehr zu schätzen weiss. Die Landwirtschaft steht unter starkem Druck. Den Menschen ist nicht klar, was wir machen. Wir können nicht die Verantwortung für alles übernehmen. Wir sind stets bestrebt, mit der neusten Technik zu arbeiten und geben uns Mühe, den Vorgaben aus der Gesellschaft gerecht zu werden.

Guetzli und Gesundheit

Peter Kuster aus Diepoldsau ist 69 Jahre alt. Der Kantonsrat hat vor seiner Pension einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet. Er sagt:
Für mich gehören der Christbaum und Guetzli zu Weihnachten dazu. Der Christbaum, weil er zur Tradition gehört, und Guetzli, weil ich sie einfach gerne mag. Als wir Kinder waren, freuten wir uns noch viel mehr auf Weihnachten. Die Mutter hat jeweils den Christbaum aufgestellt und wir waren im Stall am Helfen. Wenn wir dann ins Haus gekommen sind, haben die Kerzen gebrannt. Ich wünsche mir zu Weihnachten, dass ich weiterhin gesund bleiben kann.

Geld und Schminkkoffer

Larina Rutz aus Nesslau ist 14 Jahre alt. Die Schülerin spielt leidenschaftlich gern Unihockey. Sie erzählt:
An Weihnachten darf für mich die Familie nicht fehlen. Eines meiner liebsten Weihnachtsgeschenke als Kind war ein Schminkkoffer von meinem Gotti. Ich habe mir den so gewünscht und er war so cool. Ich habe mich damit stundenlang selbst geschminkt, und auch meine Oma musste sich von mir schminken lassen. Diese Weihnachten wünsche ich mir Unterstützung für meine Unihockeykarriere. Ich spiele in der ersten Mannschaft der U17 bei den Red Ants Winterthur. Wir bestreiten auch schon internationale Spiele, dafür müssen wir viel reisen, da wäre ein finanzieller Beitrag zu Weihnachten natürlich toll. Ich wünsche mir aber genauso sehr, für die Spiele der Rückrunde aufgeboten zu werden und im Sport erfolgreich zu sein.

Lichter und Lächeln

Claudia Bösch aus Wattwil ist 45 Jahre alt und im Vorstand des kantonalen Bäuerinnenverbands. Die Mutter von vier Kindern bewirtschaftet mit ihrer Familie einen Milchwirtschaftsbetrieb. Sie erzählt:
An Weihnachten dürfen auf keinen Fall die Lichter fehlen sowie der schön geschmückte Christbaum. Nie vergessen werde ich das Leuchten und Strahlen in den Augen unserer ersten Tochter, als sie den geschmückten Weihnachtsbaum sah. Sie war damals knapp ein Jahr alt. Ich wünsche mir für Weihnachten, dass die Menschen mehr Freude und Dankbarkeit zeigen für sich selbst und ihre Mitmenschen. Ich wünsche mir, vermehrt ein Lächeln statt einen «Lätsch» in den Gesichtern der Menschen zu sehen.

 

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