Umfrage zeigt: Bürokratie belastet Bauern am meisten
Wie haben Bäuerinnen und Bauern das Jahr 2025 erlebt, und welche Erwartungen verbinden sie mit 2026? Eine kurze Umfrage im Dezember-Newsletter des «St.Galler Bauer» gibt einen kleinen Einblick in die Stimmung und zeigt die Herausforderungen auf.
Im Dezember-Newsletter hat der «St.Galler Bauer» seine Abonnentinnen und Abonnenten eingeladen, in einer kurzen Umfrage auf das Jahr 2025 zurückzublicken und einen Ausblick auf 2026 zu wagen. 25 Personen haben teilgenommen. Auch wenn die Beteiligung überschaubar blieb, liefern die Antworten ein klares Stimmungsbild.
2025 persönlich überwiegend positiv erlebt
Trotz vieler Herausforderungen blickt die Mehrheit der Teilnehmenden eher positiv auf das Jahr 2025 zurück (62 Prozent), 14 Prozent sogar sehr positiv. Knapp ein Fünftel gab an, das Jahr sei «durchzogen» gewesen. Nur wenige beschrieben es als eher schwierig.
Landwirtschaftliches Jahr meist durchschnittlich
Das landwirtschaftliche Jahr 2025 wird mehrheitlich als durchschnittlich bewertet (52,9%). Weitere 41,2 Prozent stuften es als eher erfolgreich ein. Nur wenige sprachen von einem sehr erfolgreichen Jahr.
Bürokratie bleibt grösste Herausforderung
Am meisten beschäftigt hat die Teilnehmenden im Jahr 2025 die Bürokratie. 40 Prozent der Befragten, nannten Bürokratie und Auflagen als grösste Herausforderung. An zweiter Stelle folgte das Wetter mit 26,7 Prozent, dicht gefolgt von steigenden Betriebskosten mit 20 Prozent.
Vorsichtiger Optimismus für 2026
Der Blick nach vorne ist von verhaltenem Optimismus geprägt. Knapp 43 Prozent schauen eher positiv auf das Jahr 2026, 14 Prozent sogar sehr zuversichtlich. Gleichzeitig geben viele an, mit gemischten Gefühlen (21,4%) oder neutral (14,3%) in die Zukunft zu blicken. Eine kleinere Gruppe bleibt zurückhaltend.
Faire Preise wichtiger als alles andere
Mit Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft zeigt sich ein deutliches Signal: Faire Preise und mehr Wertschätzung stehen für über die Hälfte der Befragten an oberster Stelle (56,4%), wenn es um Themen für 2026 geht. Der Abbau von Bürokratie folgt auf Platz zwei (31,3%). Nachhaltigkeit und Umweltschutz wurde weniger angegeben (12,5%). In den Kommentaren tauchte zusätzlich das Thema Gesundheit auf, das auch zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Diese Themen sollen im «St.Galler Bauer» mehr Platz haben
Die Redaktion hat die Gelegenheit genutzt, um auch in eigener Sache nachzufragen: Welche Themen möchten Sie 2026 häufiger lesen? Am häufigsten gewünscht werden Beiträge zu Tierhaltung und Hofalltag (34,6%). Auch Traditionen und Brauchtum stossen auf grosses Interesse (19,2%), ebenso Innovationen und neue Ideen. Natur, Umwelt und Biodiversität liegen im Mittelfeld, Landtechnik wurde vergleichsweise selten genannt. In den Kommentaren wünschten sich einzelne Leserinnen und Leser mehr Berichte zur AP 2030+ sowie Geschichten über Betriebe, die nicht durch Spitzenleistungen, sondern durch vernünftiges Wirtschaften mit Aufwand und Ertrag überzeugen. Daneben gab es auch ermutigende Rückmeldungen wie «alles spannend» und «weiter so».
Warum der «St.Galler Bauer» wichtig ist
Besonders geschätzt wird, dass der «St.Galler Bauer» regionale Themen aufgreift (30,3%) und verständlich informiert (27,3%). Auch die Nähe zur Praxis sowie die Verbindung von Tradition und Zukunft (beide je 18,2%) wurden genannt. In einem persönlichen Kommentar hiess es, das Heft gehöre «seit Kindheit dazu» und sei bis heute interessant geblieben.
Danke an die Teilnehmenden
Der «St.Galler Bauer» bedankt sich herzlich bei allen, die sich Zeit genommen haben, an der Umfrage teilzunehmen und ihre Gedanken zu teilen. Jede Rückmeldung hilft, den «St.Galler Bauer» weiterzuentwickeln.
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