«Meischterbura» entdecken das Zugerland

Die «Meischterbura» erkundeten auf ihrer dritten Reise das Zugerland – von den Höllgrotten über spannende Einblicke in die Biomasse-Energie bis hin zu kulinarischen Höhepunkten und geselligen Momenten.

Im Jubiläumsjahr «20 Jahre Meischterbura» fand die erste Reise statt. Danach war eine Wiederholung alle fünf Jahre geplant. Diese Philosophie passten wir jedoch kurzerhand an, sonst kamen Geselligkeit und gemeinsames Reisen in unserer «Meischterbura»-Gruppe zu kurz. 2017 fand die erste Reise statt, 2023 die zweite (coronabedingt verschoben) und vom 20. bis 22.März folgte nun die dritte.

Besuch in den Höllgrotten in Baar

Unser Ziel war es, die Schweiz weiter zu erkunden. Diesmal ging es ins Zugerland. Die erste Etappe führte uns zu den Höllgrotten in Baar. Diese wurden vor rund 150 Jahren beim Abbau von Tuffstein entdeckt. Der Tuff ist leicht und porös, liess sich gut schneiden und wurde deshalb als Baumaterial genutzt.1863 stiess man beim Abbau auf die erste Grotte. Kurz darauf wurde der Tuffsteinabbau eingestellt und die Arbeiten beendet.

1885 wurde der erste Stollen gebaut, der Höhlensee wurde in die Lorze entwässert, damit ab 1887 die Grotte öffentlich zugänglich wurde. Weitere Grotten wurden entdeckt und erschlossen, damit uns Interessierten ein wunderschönes Grottenerlebnis ermöglicht wird. Jeder Höhlen-Abschnitt ist anders und bietet einmalige Gebilde, die uns fasziniert haben.

Vorstellung der BieAG

Für den Mittagsrast blieben wir in Baar und genossen ein feines Mittagessen zur Stärkung für den Nachmittag, obwohl es körperlich weder anstrengend war noch werden würde. Anschliessend wurde uns die BieAG, ein Biomasse-Heizkraftwerk in Hünenberg, näher vorgestellt. Der Ökokreislauf aus Biomasse, die Hünenberger Dorfheizung, die vielen Kilometer Güllenleitungen vom Bauern zum Werk und wieder zurück sowie die gesamte Anlage beeindruckten uns sehr.

Die BieAG besteht seit 2008. 2011 wurde das Projekt mit rund 16 Millionen Franken realisiert. Die Finanzierung wurde zusätzlich durch eine Elektro-Genossenschaft, die Einwohnergemeinde, die Korporation Hünenberg, die Bevölkerung sowie durch eine langfristige Finanzierung der Zuger Kantonalbank sichergestellt.

Mit vielen neuen Eindrücken und zusätzlichem Wissen ging es weiter nach Rotkreuz, wo wir im Hotel Apart für zwei Nächte eincheckten.

Etwas freie Zeit wurde unterschiedlich genutzt: Ein Spaziergang mit kleiner Erkundungstour, ein Aperitif oder auch ein Power-Nap standen auf dem Programm, bevor wir die Reise kulinarisch fortsetzten.

Die Hausspezialität, der «Perron-Nord-Burger» mit Rotkreuzer Büffelfleisch, Innerschweizer Rindfleisch, Aarewasser-Käse und Innerschweizer Pommes-frites, mundete uns ausgezeichnet. Der Abend klang in gemütlicher Runde aus.

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Das Geheimnis der Zuger Kirschtorte

Am Samstagmorgen ging es nach dem Frühstück mit dem Zug nach Zug, um dem Geheimnis der Zuger Kirschtorte auf den Grund zu gehen. In der Confiserie Speck wurde uns die Herstellung, von den Rohmaterialien bis zur fertigen Torte, ausführlich nähergebracht. Anschliessend durften wir das fertige Produkt degustieren und geniessen.

Mit dem Bus ging es quer durch Zug weiter zur Talstation Schönegg der Zugerbergbahn. Von dort fuhren wir hinauf auf 1039 Metern über Meer: mit einer Geschwindigkeit von vier Metern pro Sekunde, auf einer Strecke von 1280 Metern, mit 365,9 Metern Höhenunterschied und einer Fahrzeit von rund acht Minuten. Die Zahnradbahn, die es seit 1907 gibt, brachte uns zum Zugerberg, wo wir unseren Mittagshalt einlegten.

Talwärts mit dem Trottinett

Gute Gespräche, feines Essen, fachsimpeln und die Aussicht geniessen – und schon zogen wir wieder los. Unser nächstes Ziel war das Trottinett-Depot. Dort fassten wir Helme und «montierten» sie auch gleich – sicher ist sicher. Anschliessend ging es mit dem Trottinett talwärts.

Die Fahrt bot eine ideale Gelegenheit, die Gegend zu erkunden und immer wieder dort anzuhalten, wo es etwas Interessantes zu sehen und zu diskutieren gab. Die Abfahrt verlief gut und unfallfrei, und die Trottinette wurden am Ende wieder ordentlich parkiert. Danach ging es an den See, um die Nachmittagssonne noch etwas zu geniessen.

Spontane Begegnungen

Auf dem Rückweg in Richtung Bahnhof folgte die Überraschung: Zwei aus unserer Gruppe konnten am Reisli nicht teilnehmen, da gleichzeitig eine Hochzeit und ein wichtiger Militärtermin stattfanden. Auf der Rückreise von einem der beiden Anlässe machten sie Halt in Zug – und per Zufall trafen wir uns in einer Seitenstrasse.

Das musste gefeiert werden: Die beiden schlossen sich unserem Nachtessen mit Pizza- und Pastaplausch in Rotkreuz an. Gemeinsam verbrachten wir einen gemütlichen Abend, bevor sie wieder in Richtung Ostschweiz weiterreisten.

Helden mit Armbrust

Am Sonntagmorgen stand bereits der letzte Tag an – Frühstück, auschecken und weiter ging die Reise nach Steinhausen. Dort wurden wir von der Armbrustschützengesellschaft Steinhausen empfangen. Wir erhielten spannende Informationen zur Sportart und zum Sportgerät, der Armbrust. Zuerst durften wir auf ein 30 Meter entferntes Ziel Übungsschüsse abgeben. Der Bolzen erreichte dabei eine Geschwindigkeit von rund 200 km/h.

Ganz einfach war es nicht: Zuerst musste die Sehne gespannt, danach der Bolzen eingelegt werden. Anschliessend folgten das Ausrichten und Zielen. Eine kleine Wasserwaage half dabei, die Armbrust korrekt auszurichten, um die Zielscheibe möglichst genau zu treffen. Ruhe und eine saubere Atemtechnik unterstützten uns zusätzlich, um eine gute Trefferquote zu erzielen. Die Zielscheibe war in verschiedene Kreise unterteilt – die Mitte brachte die höchste Punktzahl. Hatten wir alles verstanden? Wir versuchten es auf jeden Fall und absolvierten unsere Übungsschüsse. Anschliessend stand ein kleiner Wettkampf unter uns Meisterbauern an, und die Armbrustschützengesellschaft erstellte eine Rangliste.

Feine Grilladen mit Pommes-frites und – fast schon Pflicht im Zugerland – eine Zuger Kirschtorte zum Dessert bildeten zugleich unser letztes gemeinsames Essen dieser Reise. Die Rangverkündigung erfolgte durch ein Mitglied des Vorstandes der Armbrustschützen. Eigentlich waren wir alle Sieger – denn wir hatten etwas Neues kennengelernt und dabei viel Spass gehabt.

Gute Eindrücke

Mitte des Nachmittags bedankten und verabschiedeten wir uns von den Armbrustschützen in Steinhausen und auch untereinander. Es ging zurück ins Rheintal, nach Hause auf die Höfe.

Ein gemütliches, interessantes und vor allem geselliges Wochenende ging zu Ende. Die nächste Reise kommt bestimmt – bald sind wir seit 30 Jahren gemeinsam «on Tour» und organisieren unsere Treffen. Und das wird auch in Zukunft so bleiben: Alle waren mit viel Freude und Elan dabei.

 

 

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