St. Galler Bäuerinnen radeln gemeinsam im Napfgebiet
Vom 11. bis 13. Juni 2026 fand die Velotour des kantonalen Bäuerinnenverbands St. Gallen statt. 20 Frauen nahmen 290 Kilometer unter die Räder.
20 Frauen trafen sich in Biberbrugg zum Start der dreitägigen Velotour des kantonalen Bäuerinnenverbands St. Gallen. Auf dem Gottschalkenberg wurde die erste Kaffeepause eingelegt, bevor die muntere Gruppe den Kanton Zug entdeckte.
Auf dem Bröchlihof von Andrea und Franz Iten wurden die Teilnehmerinnen mit einem Apéro empfangen. Anschliessend durften sie in der Stube Platz nehmen, wo ein feines Mittagessen mit Kaffee und Dessert serviert wurde. Am ersten Tag mussten die Velofahrerinnen gegen eine heftige Bise ankämpfen, die ihnen zeitweise direkt ins Gesicht blies und zusätzliche Kräfte forderte. Anschliessend führte die Route weiter nach Willisau zum Nachtquartier. Insgesamt wurden am ersten Tag knapp 120 Kilometer zurückgelegt.
Rundfahrt Napfgebiet
Ausgeschlafen brachen die Frauen am nächsten Morgen zur Rundfahrt um das Napfgebiet auf. Unter dem Motto «Ufe und abe» meisterten sie die anspruchsvolle Strecke. Das Wetter spielte mit, und es blieb während der gesamten Fahrt trocken. In Menzberg erwartete die Velofahrerinnen eine Überraschung: Über Facebook hatte Edith Camenzind von der Tour erfahren und sich spontan gemeldet. Zusammen mit ihrer Bäuerinnenvereinskollegin Daniela Haldi empfing sie die Gruppe herzlich zu Kaffee und Kuchen für ein feines Zvieri. Gestärkt ging es anschliessend weiter.
Ebenfalls folgten die Teilnehmerinnen der Einladung der Toggenburgerin Nicole Amrein-Scherrer, ihrem Mann David sowie ihrer Familie. In der liebevoll eingerichteten Scheune wurden sie mit einem Apéro empfangen und durften ihr wohlverdientes Nachtessen mit Grillfleisch und verschiedenen Salaten geniessen. Natürlich fehlten auch Dessert und Kaffee nicht. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Vater Amrein mit seiner musikalischen Unterhaltung auf dem Schwyzerörgeli. Müde, aber zufrieden kehrte die Gruppe nach 83 Kilometern wieder zur Unterkunft in Willisau zurück. Einige Frauen liessen den Abend anschliessend noch im Ausgang ausklingen.

Willisauer Ringli
Am dritten und letzten Tag nahmen die Teilnehmerinnen die Etappe mit dem Ziel Brugg in Angriff. Zuvor statteten sie aber der Familie Hug in Willisau noch einen Besuch ab. Dabei deckten sich einige Frauen mit den berühmten Willisauer Ringli ein. Bei strahlendem Sonnenschein führte die Strecke entlang blühender Felder und schöner Gewässer. Noch einmal kamen rund 85 Kilometer dazu.
Müde und zufrieden
Insgesamt legten die Frauen während der drei Tage rund 290 Kilometer zurück und entdeckten einmal mehr die abwechslungsreiche Natur der Schweiz. Müde, zufrieden und stolz auf ihre Leistung trafen sie in Brugg ein. Mit vielen schönen Eindrücken und neuen Freundschaften verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen vor dem Bahnhof voneinander. Einige Frauen hängten sogar noch einen zusätzlichen Tag an und fuhren weiter bis nach Wil.
