Alpabenteuer 2026 – Etappe 8: Freiheit, Abschied und Wehmut
Von unserem Abenteuer Alpauffahrt ist der letzte Tag angebrochen. Es wartet die Königsetappe an Abenteuer, Steilheit und Felsen. Oben die grenzenlose Freiheit.
Von unsere letzten Gaststätte Alp Unterprecht brachen wir zu unserer finalen Etappe auf. Gleich zu Beginn wartet ein steiler Abstieg ins Gafarratobel und danach der durchsetzte und felsige Anstieg zur Alp. Meine Kuhfamilie, Susanne, Zuchtleiterin vom Rätischen Grauviehverein, und ich meisterten die Passagen ohne Weiteres. Ob es an unserer ruhigen Frauenhand lag, am trittsicheren Rätischen Grauvieh oder einfach Training: wir stapften sicher bergwärts. Und dann kam die Alp Gafarra in Sicht.

Das erste, was wir vernahmen war lautes Eselgeschrei; wir traten vom Wald auf den Alpboden. Sommerduft. Kuhrufe. Alpblumen. Stierröhren. Frische Bise. Gespitzte Ohren. Polternde Klauen. Insektensurren. Schnaubende Flotzmäuler. Bergsonne. Freiheit. Grenzenlose Freiheit.
Gleichzeitig Abschied. Auf Wiedersehen sagen. Ein letztes Mal bürsten. Ein letztes Mal kraulen. Wehmut. Glocke kontrollieren und nachziehen. Das Halfter ablegen. Die Grenze zur grenzenlosen Freiheit öffnen. Eine Träne.

Einen wunderbaren Alpsommer, meine liebe Kuhfamilie. Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit hier oben. Liebe Wenke, liebe Walla, liebe Wilma, liebe Waja. geniesst es und «hebed eu Sorg». Im September hole ich euch wieder ab. Danke für diese Alpauffahrt zu Fuss. Danke für viele unvergesslichen Momente.




