Alpabenteuer 2026 – Etappe 6: Rennen, springen, bezaubern

Unerschrocken und ungestüm entdecken meine Kälber Waja und Wilma die Welt. Auf unserem Abenteuer Alpauffahrt sind sie das Highlight für viele. Auf jeder Etappe zeigen die beiden eindrücklich, was sie draufhaben. Allem voran eines: sie sind stark wie ihre Mütter.

Während die Mütter grasen, nutzen die Kälber Waja und Wilma die Pause für etwas Galopptraining.
Während die Mütter grasen, nutzen die Kälber Waja und Wilma die Pause für etwas Galopptraining.

Wie jeden Tag starteten wir auch Etappe 6 im Morgengrauen. Winkend nahmen wir Abschied von Familie Hobi, als wir Wiesental über die Felder in Richtung Mels verliessen. Die Kuhdamen Wenke und Walla gemächlich schreitend, während dies bei den Kälbern Wilma und Waja etwas anders aussah. Sie sprangen, rannten und glöckelten Mariann und mir um die Ohren und Beine.

Eine Schicht aus Harz und zum Abschluss Puder schützt Wilmas Klauen.
Eine Schicht aus Harz und zum Abschluss Puder schützt Wilmas Klauen.

Waja und Wilma sind meine zwei rätischen Grauviehkälber. Anfangs Mai kamen sie gesund und munter im Abstand von drei Tagen auf die Welt. Wilma sorgte von Anfang an für Aufsehen. Mit ihren fein bespielten Muskeln wurde sie schon öfter als Jarolais-Kalb bezeichnet. Während Wilma mit ihrem weissen Fell hervorsticht, besticht Waja durch ihre Listigkeit. Waja nutzt dabei ihre ideale schlanke Körperlinie und galoppiert unter jedem Zaun hindurch. Als wollte sie sagen: «Ein Zaun? Für mich gibt es sowieso kein Halten.» Denn auf dieser Alpauffahrt beobachten wir vor allem eins: Waja und Wilma haben Kraft und Ausdauer, trotz ihrer nur knapp zwei Monate Lebensalter.

Mit ihrer zutraulichen Art erobert Waja jedes Herz und geniesst die Streicheleinheiten.
Mit ihrer zutraulichen Art erobert Waja jedes Herz und geniesst die Streicheleinheiten.

Von früh bis spät immer wieder rennen, kämpfen, galoppieren. Die jeweiligen Etappen von rund zehn Kilometern Länge und im Schnitt 300 überwundenen Höhenmetern pro Tag scheinen dabei eine untergeordnete Rolle zu spielen. Allen, die anfangs fragten: «Möged die Kälbli das?» beweisen die beiden auf jeder Etappe eindrucksvoll: definitiv, die «möged» und schaffen noch viel mehr.

Die beiden Halbschwestern waren bereits nach wenigen Tagen unzertrennlich und sind es heute noch.
Die beiden Halbschwestern waren bereits nach wenigen Tagen unzertrennlich und sind es heute noch.

 

 

Verfolgen Sie die Reise mit

Unter @mobilerBauernhof ist das Projekt und die genaue Strecke auf Instagram zu finden. Annette Ziller wird zwischen dem 18. und 26. Juni 2026 täglich von ihrem Alpabenteuer auf www.stgallerbauer.ch berichten. Die Links zu den Beiträgen werden jeden Tag auf den Accounts des @stgallerbauer auf Facebook und Instagram gepostet.

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