Alpabenteuer 2026 – Abschluss: Von 31 Minuten und 149 Stunden

Während meine Kuhfamilie auf der Alp bleibt, springen wir munter und fröhlich ins Tal und nehmen den Zug zurück, zurück an den Start unseres Abenteuers Alpauffahrt – und überlegen, was bleibt.

Nach dem Abschied von meiner Kuhfamilie auf der Alp treten wir die Rückreise an. Via Weisstannental geht’s von Mels mit dem Zug zurück nach Schänis. Während wir, Susanne und ich, auf die gelungene Alpauffahrt anstossen, flitzen wir an der gesamten Strecke unseres Weges vorbei. In 31 Minuten legen wir jenen Weg zurück, den wir zuvor in einer Zeit von 149 Stunden wanderten.

Die Strecke der Etappen Schänis bis Mels unserer Alpauffahrt legten wir am Retourweg in 31 Minuten mit dem Zug zurück.

In 31 Minuten trinken wir gerade mal ein Bier; über die 149 Stunden leerten wir einige Biere, sehr viel Wasser und ein paar Weingläser. In diesen 31 Minuten lernten wir keinen Menschen kennen, brachten niemanden zu lachen. In den 149 Stunden begegneten wir vielen Tieren und Menschen, erzählten und schrieben Geschichten, spannten wir Brücken zwischen Bauern und Nichtbauern, brachte viele Kinder zum Strahlen.

Landwirte unter sich: Pius (rechts) vom ersten Gast-Hof, besuchte uns am sechsten Gast-Hof in Flums Wiesental bei Hans (links), ganz nach dem Motto «Brücken baue-r-n».
Landwirte unter sich: Pius (rechts) vom ersten Gast-Hof, besuchte uns am sechsten Gast-Hof in Flums Wiesental bei Hans (links), ganz nach dem Motto «Brücken baue-r-n».

Zu Beginn des Alpabenteuers wusste ich nicht, wird es klappen? Habe ich alles gut genug vorbereitet? Meistern wir die angesagte Hitzewelle?  Wir haben es gemeistert und haben gemeinsam, glücklich und gesund zu Fuss die Alp erreicht. Ja, ich bin stolz. Umso mehr, weil wir alle zusammen viele Geschichten geschrieben haben. Und das ist das, was bleibt.

Hätte ich ganz klassisch mit dem Viehanhänger verladen, wären alle diese Geschichten nicht passiert, wären all das Strahlen und die Herzlichkeit nicht geschehen. Dann wären wir in unserer eigenen kleinen «Bubble» geblieben, hätten uns nicht kennengelernt, hätten nicht zusammen gelacht. So bin ich meinem Lebensmotto treu geblieben: teilen. Denn wenn wir teilen, wird es mehr.

Ein Dach über dem Kopf für meine Kuhfamilie und mich zu finden, das ist nun meine Aufgabe für den Sommer. Je nachdem wo das ist, gibt’s dann auch eine Alpabfahrt zu Fuss.

 

 

Nach jeder Etappe widmete ich mich jeden Tag dem Schreiben. Somit verfolgten viele Menschen unsere Alpauffahrt und freuten sich über unsere Geschichten.

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